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65 Prozent der im Netz surfenden deutschen Bevölkerung spielt Computergames

Neben Internet und Fernsehen zählen Computerspiele zur beliebtesten Freizeitbeschäftigung junger Menschen. Männliche Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren spielen pro Woche fast zehn Stunden; diese Zeit entspricht in etwa der, die sie im Internet und vor dem Fernseher verbringen.
 
Mit einem Anteil von 65 Prozent der Bevölkerung mit Internet-Zugang, der Computerspiele nutzt, liegt Deutschland zwar vor Frankreich (63 Prozent), aber hinter Belgien (67 Prozent), den Niederlanden (70 Prozent), Großbritannien (73 Prozent) oder den USA (83 Prozent).
 
Mehr als 39 Prozent der in Deutschland lebenden Bevölkerung aller Altersgruppen spielen Games. Allerdings schwankt die durchschnittlich dafür aufgewendete Zeit beträchtlich. Jungen im Alter von acht bis zwölf Jahren, von denen 96 Prozent Computerspiele nutzen, verbringen durchschnittlich fünf Stunden in der Woche damit. Das ist eine Stunde länger als sie im Internet surfen.
 
In der Altersgruppe von 13 bis 19 Jahren erhöht sich die Zeit auf rund zehn Stunden und entspricht damit in etwa der Zeit, die vor dem Fernseher oder im Internet verbracht wird. Mädchen verwenden weniger Zeit auf Computerspiele, obwohl der prozentuale Anteil der Computer spielenden Mädchen mit mehr als 80 Prozent recht hoch ist. In der Altersgruppe zwischen 35 bis 49 und über 50 Jahren spielen 60 beziehungsweise 39 Prozent der Bevölkerung mit Internet-Zugang Games. Im Durchschnitt verbringen sie pro Woche mehr als drei Stunden damit.
 
In der gesamten Bevölkerung mit Internet-Zugang stellen PC-basierte Spiele – egal, ob gekauft oder heruntergeladen – die beliebteste Plattform dar, und Gehirntraining zählt zu den beliebtesten Spiel-Genres. Online-Spiele-Portale sind bei Frauen sehr beliebt: In der Altergruppe von 20 bis 34 Jahre sind es 34 Prozent, bei den 35- bis 49-Jährigen 27 Prozent und bei den über 50-Jährigen 20 Prozent, die online spielen.
 
Der Prozentsatz der für Computerspiele zahlenden Gamer ist je nach Plattform sehr unterschiedlich. In Deutschland sind Gamer eher als in anderen Ländern bereit, für Spiele-Portale Geld auszugeben. 34 Prozent von ihnen bezahlen für Spiele auf dem Mobiltelefon; in Großbritannien sind es 48 Prozent, in den Niederlanden aber nur zwölf Prozent.
 
Es überrascht nicht, dass der Prozentsatz der Zahlungsbereiten unter Spielekonsolen-Nutzern am höchsten ist, nämlich 70 Prozent. Nur vier Prozent der Konsolen-Nutzer geben zu, dass sie – auch illegal – Kopien ziehen. Dies ist im Vergleich zu beispielsweise den Niederlanden (10 Prozent) ein sehr geringer Anteil. Von denjenigen, die Mehrspieler-Online-Games spielen und sich in virtuellen Welten bewegen, bezahlt ein relativ hoher Anteil von 38 Prozent dafür.
 
Mobiltelefone und soziale Netzwerke wie MySpace und Facebook werden im Allgemeinen als die Spieleplattformen der Zukunft gehandelt. Auf diesen Gebieten unterscheiden sich Deutschland und andere große EU-Länder wesentlich von den USA. In Deutschland geben elf Prozent derjenigen, die Games in sozialen Netzwerken nutzen, an, dass dort der hauptsächliche Ort ihrer Spieltätigkeit liegt, in den USA sind es hingegen nicht weniger als 24 Prozent.
 
In den USA und in Großbritannien trieb die Einführung des iPhone die Nutzung des Mobiltelefons als Spieleplattform um bis zu 20 Prozent in die Höhe. Andere europäische Länder, darunter Deutschland (13 Prozent), bleiben auf einem Niveau von rund zehn Prozent, wobei diese Zahl in hohem Maß vom genutzten Mobiltelefon und dem Mobilfunkanbieter abhängt.
 
Das sind Ergebnisse der Gamer-Umfrage 2009 in Deutschland, die von TNS und Gamesindustry.com (Newzoo BV) in diesem Sommer unter in Deutschland lebenden Personen durchgeführt wurde, die älter als acht Jahre sein und über einen Internet-Zugang verfügen mussten. Die Umfrage erfolgte zeitgleich in Belgien, Frankreich, den Niederlanden, in Großbritannien und in den USA.
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