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Editor's Pick


74.000 Besucher auf der Internet World Berlin

Börsenflaute, Pleiten, Entlassungen und Betrügereien, kein Wunder, dass viele schlechte Laune im Gepäck hatten, die nach Berlin reisten zur größten Internet-Messe Europas. Da konnten auch aufmunternde Worte zur Eröffnung des Spektakels nicht viel ändern. Und die ausgewählten positiven Kommentare der Anbieter klingen wie das Pfeifen eines ängstlichen Kindes im dunklen Keller.
 
"Die Pixelrevolution geht weiter", versuchte es Siegmar Moosdorf, Abgesandter des Bundeswirtschaftsministers, und schickte gleich hinterher, dass die Bundesregierung auch dieses Jahr mit einem Wachstum der Internetwirtschaft von 10 Prozent rechne. "Durch die Marktbereinigung müssen wir durch, langfristig steht dem Erfolg des Internets nichts im Wege", so der Schlachtruf von Thomas Heilmann, Internet-Sprecher der CDU. "Schluss mit kostenlos", schmetterte der scheidende Deutschlandchef von Yahoo!, Peter Würtenberger, das Gebot der Stunde durch die Messehallen.
 
Eine Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Innofact unter den Ausstellern durchgeführt hat, ergab am ersten Tag ein ernüchterndes Stimmungsbild. 38 Prozent der Befragten empfanden das Geschäftsklima als äußerst schlecht. Doch es sollte besser werden. Laut Umfrage waren am dritten Tag nur noch 22,4 Prozent derart betrübt über den Messe-Alltag. Das Selbstbewusstsein der Branche ist indessen im Keller: Nur 60 Prozent der IT- und Internet-Companies werden das nächste Jahr überleben, so die düstere Selbsteinschätzung.
 
Beim Blick in die Zukunft wagen an die 60 Prozent die Prognose, dass es vorsichtig bergauf gehe mit der New Economy. Knapp 30 Prozent malen allerdings den Teufel an die Wand: Es werde noch schlimmer kommen, als es ohnehin schon ist. An eine Sommer-Rallye glauben nur mickrige 6 Prozent. Auch wenn der Messestandort Berlin für das nächste Jahr wieder feststeht, die heimliche Internet-Hauptstadt Deutschlands ist für meisten Besucher München.
Quelle: net-bc, Birgit Gamböck; newsletter@net-bc.com

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