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Editor's Pick


Brücke zwischen Forschung und Praxis

p&a berichtet direkt aus Dresden

Die Deutsche Gesellschaft für Online Forschung (DGOF) hat auf ihrer 18. Konferenz mit über 250 Teilnehmern und 100 Präsentationen ein vielfältiges Bild der Marktforschung gezeichnet.

Die GOR ist volljährig geworden, bleibt aber auf dem Campus und kann mit Abstand das jüngste Publikum einer deutschen Marktforschungsveranstaltung vorweisen. Die zahlreichen Sponsoren, die diese Veranstaltung unterstützen, zeigen aber auch, dass die Branche den Stellenwert dieser Veranstaltung erkennt.

An der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden wird zwei Tage vorgetragen und diskutiert: Was wird die Grundlage für neue Methoden und Tools werden – Social Media, Mobile Research, Data Science oder Gamifikation? Aber auch die aktuellen Themen wie Datenschutz oder Marktforscher im Spannungsfeld von Big Data und Do-it-yourself-Software werden beleuchtet.

Die Keynote-Speach des ersten Tags hält der Philosoph Vincent F. Hendricks von der Universität Kopenhagen. Es geht um Online-Bubbles und der Schwierigkeit irgendwann nicht mehr zwischen Blase und Realität unterscheiden zu können.

Ganz real ist die Session zur Gamifikation, die einerseits das Spielverhalten unter die Lupe nimmt (Sigmund Freud Universität, Österreich) und andererseits zeigt, wie das Antwortverhalten von Befragungsteilnehmern durch Spiele optimiert werden kann (GfK-Verein). Pete Cape, Global Knowledge Director bei SSI, zeigt, dass Gamifikation in Umfragen nicht unbedingt aufwendige Software, Videos und viele Bilder braucht. Alleine mit Text kann man die Teilnehmer besser einbinden, mitnehmen und motivieren.

Best Practice Award verliehen

v.l.n.r.: Thomas Rodenhausen (Harris Interactive), Kim Smouter (Esomar) und Andrea Schweizer (Kanzlei Schweizer) 

 v.l.n.r.: Thomas Rodenhausen (Harris Interactive), Kim Smouter (Esomar) und Andrea Schweizer (Kanzlei Schweizer)

Die Verbindung zwischen Theorie und Praxis demonstriert vor allem der Best Practice Award. In diesem Jahr wurden drei Praxisbeispiele, die die Zusammenarbeit eines Institutes mit einem Unternehmen zeigen, für die Präsentation ausgewählt. Der Preisträger wurde am Abend verkündet: Das Institut InSites aus den Niederlanden gemeinsam mit Danone für „The Insights Activation Studio“, einer Online-Community, die nicht nur die Kunden, sondern auch die Mitarbeiter von Danone mit einbezogen hat.

Wird Forschung sinnlos?

Mit den ganz gegenwärtigen Themen beschäftigte sich ein Workshop der Grenzgänger. Prof. Dirk Frank, Thomas Perry und Beate Waibel-Flanz sammelten die Hürden, denen sich heute Marktforscher gegenüber sehen. „Was steht auf dem Spiel: Wird Forschung sinnlos?“ Die Grenzgänger sprechen von den Gefahren: Forschung wird banalisiert, wird zum Commodity, Know-how wird abgebaut.

Perry: „Wir nennen es immer noch Wissenschaft, aber es erscheint, als ob das jeder kann.“ Das Publikum in diesem Workshop wollte die Situation nicht ganz so schwarz sehen: „Wir müssen die Qualitätskriterien neu definieren“ und „Daten sammeln kann jeder, aber wir haben den USP, die Daten für den Kunden nutzbar zu machen“. Es herrschte ein lebhafter Austausch und die Session hat auch im Nachgang für Diskussionen gesorgt. Ihr Ziel aufzurütteln, haben die Grenzgänger perfekt erreicht.

Ebenfalls sehr nachdenklich liess die Podiumsdiskussion zum Datenschutz ihre Zuschauer zurück. Kim Smouter vom Esomar, Andrea Schweizer von der Kanzlei Schweizer und Thomas Rodenhausen von Harris Interactive gaben ihr Bestes die verschiedenen Themen – angefangen von der neuen Datenschutzgrundverordnung, über Safe Harbor und Privacy Shield, über die Definition von anonymen Daten bis zum Setzen von Cookies – zu erklären. Die rechtliche Situation verschiedener Felder, die die Marktforschung betreffen, ist unübersichtlich und keineswegs eindeutig zu klären. Zum Glück fliege die Branche derzeit noch unter dem Radar der Datenschutzbehörden, hieß es.

Welcome to the Future?

Startups in der Marktforschung 

 Startups in der Marktforschung

Erfrischender Abschluss des ersten Tages war die Vorstellung von sogenannten Startups aus der Marktforschung. Otto Hellwig, Vorstand der DGOF, befragte fünf junge Männer, die sich zum Teil selber gar nicht als Marktforscher bezeichnen: Ihre Ideen und ihr Engagement zeigen hingegen deutlich – Marktforschung ist eine lebendige, zukunftsfähige Branche. (hed)

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