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Busse und Bahnen verschlafen ihre Chance

Öffentliche Verkehrsmittel könnten auf deutschen Straßen die Nummer 1 werden. Sollten die Mineralölkonzerne weiter an der Preisschraube drehen, überlegt jeder zweite (53 Prozent), in Zukunft häufiger Bus und Bahn zu nutzen. Einziger Lichtblick für BP, Shell & Co: Die Anbieter des öffentlichen Nahverkehrs lassen ihre große Chance bisher ungenutzt - ihre Angebote gehen noch immer an den Bedürfnissen der Kunden vorbei. Zwei Drittel (63 Prozent) der deutschen Autofahrer bemängeln zu lange Wartezeiten beim Umsteigen, die Hälfte den mangelhaften Komfort in Bahnen und Bussen. Dies ergab eine internationale Studie des Marktforschungsinstitutes Maritz Research.
 
Allein schon höhere Taktzeiten könnten viele Autofahrer in öffentliche Verkehrsmittel locken. 56 Prozent von ihnen wären bereit, ihr Auto in der Garage zu lassen, wenn Busse und Bahnen häufiger verkehren würden. Aber selbst in den Metropolen genügen die Fahrpläne nicht den Bedürfnissen der Menschen. Dabei könnten die Unternehmen gerade hier auf ein riesiges Potenzial von Berufspendlern zugreifen. Hinzu kommt die mangelnde Präsenz von Begleitpersonal. Denn viele Deutsche fühlen sich in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht immer sicher: 34 Prozent der Befragten würden Bahnen und Busse nutzen, wenn die Betreiber mehr in die Sicherheit ihrer Fahrgäste investieren würden. Mobilität ist für den Einzelnen ein sehr persönliches Thema, das stark von Emotionen wie Sicherheit und Wohlbefinden getrieben wird. Zugbegleiter und Sicherheitspersonal könnten deshalb ein wichtiger Erfolgsfaktor für den öffentlichen Personenverkehr sein.
 
Im Fernverkehr liefern sich Flugzeug und Bahn ein Kopf-an-Kopf-Rennen -mit leichten Vorteilen für die Deutsche Bahn. 30 Prozent der deutschen Autofahrer möchten für längere Strecken künftig häufiger auf IC, EC oder ICE umsteigen. Zum Vergleich: 21 Prozent der Befragten wollen auf innerdeutschen Strecken zukünftig öfter das Flugzeug nutzen. Die Studien zeigen, dass insbesondere die Preispolitik der Unternehmen diesen Kampf entscheiden wird. Immerhin 60 Prozent der Autofahrer ließen sich nämlich vor allem durch Sonderangebote und Sparpreise von der Straße holen.
 
Keine Gefahr für das Geschäft der Deutschen Bahn dürfte bislang übrigens von Fernbussen ausgehen. Lediglich 13 Prozent der Befragten können sich derzeit vorstellen, für längere Fahrten innerhalb Deutschlands den Bus zu nutzen. Sollten die Lizenzen für Fernbusse ausgeweitet werden, müssten die Betreiber gewaltig an ihrem Image arbeiten, um Bahn und Flugzeug ernsthaft Konkurrenz zu machen, nur über den Preis wird das nicht funktionieren.
 
Quelle: Maritz Research; www.maritzresearch.de

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