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Der Einzelhandel in Europa

Einzelhandel in Europa (Quelle: GfK Geomarketing) 

 Einzelhandel in Europa (Quelle: GfK Geomarketing)

Die Situation im europäischen Einzelhandel ist durchwachsen: Deutschland sowie die skandinavischen und baltischen Staaten entwickeln sich positiv. Aufgrund der außerordentlich dynamischen Entwicklung in Russland konnte der russische Einzelhandel erstmals den höchsten Ladeneinzelhandelsumsatz in Europa erwirtschaften. Hingegen ist ein nachhaltiger positiver Richtungswechsel für die südeuropäischen Länder noch nicht absehbar.
 
Bei der Betrachtung der Kaufkraft zeigt sich, dass trotz der aktuellen Schuldenkrise sowie der bestehenden Verunsicherung bezüglich der volkswirtschaftlichen Entwicklungen in den EU-27 Ländern das verfügbare Einkommen der Haushalte in Europa 2011 weiter gestiegen ist. So standen den europäischen Verbrauchern in den betrachteten Ländern im Jahr 2012 ca. 9,2 Billionen Euro für Konsumausgaben zur Verfügung. Die Kaufkraftentwicklung der einzelnen Länder stellt sich entsprechend der volkswirtschaftlichen Entwicklungen sehr unterschiedlich dar. Die höchsten Steigerungsraten waren für Russland, Norwegen, Großbritannien, die skandinavischen und die baltischen Staaten zu verzeichnen. Während die Russen und Balten tatsächlich auf eine durchgreifende Erholung ihrer Wirtschaft zurückblicken, verbergen sich hinter den positiven Zahlen der Briten zum Teil Wechselkurseffekte sowie die tiefe Disparität zwischen London und dem Rest des Landes.
 
Die Einzelhändler in den betrachteten 32 Ländern generierten im Jahr 2012 einen Ladeneinzelhandelsumsatz von rd. 3,09 Billionen Euro, ein Anstieg um etwa +3,7 Prozent im Vergleich zu 2011. Der positive Trend der letzten Jahre setzt sich damit fort, durch die schwache Verfassung des Einzelhandels in einigen Krisenstaaten (u.a. Griechenland (-11,8 Prozent), Portugal (-5,6 Prozent), Spanien (-4,4 Prozent), Slowenien (-2,4 Prozent) und Italien (-1,8 Prozent)) allerdings insgesamt mit gedämpfter Entwicklungsdynamik. Aufgrund des starken Umsatzzuwachses sowie der Größe der Volkswirtschaft kann sich Russland beim absoluten Umsatzvolumen an die Spitze aller betrachteten Staaten setzen. Die Top 2 in der EU, Frankreich und Deutschland, konnten im vergangenen Jahr trotz stramm wachsender Online-Umsätze immerhin noch moderate Ladenumsatzzuwächse generieren (Frankreich: +1,7 Prozent, Deutschland: +1,0 Prozent).
 
Für das Jahr 2013 prognostiziert GfK GeoMarketing steigende Ladeneinzelhandelsumsätze in den betrachteten 32 Ländern (gemessen in €) um nominal rd. +1,9 Prozent.
 
Die Berechnungen von GfK GeoMarketing zu Umsätzen und Kaufkraft erfolgten alle in Euro ausgehend vom durchschnittlichen Wechselkurs der Landeswährung im Jahr 2012 (laut EZB). Der Redaktionsschluss für die Informations- und Datenaufbereitung war Ende Februar 2013. Die Studie wurde im Auftrag des ESCT (European Shopping Centre Trust) durchgeführt.
Nähere Informationen zur GfK-Gruppe finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

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