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Editor's Pick


Der Tunnel am Ende des Lichts

Seite 1/3

Das Drama von Duisburg hat uns erfasst wie ein medialer Tsunami und bedeutet für die meisten von uns die schlimmste vorstellbare Verkehrung von der feierlustigen, sommerlichen Partyfreude zu todesdunklem Entsetzen. Dies wurde uns praktisch live in die Wohnstuben gebracht und sorgte für die lähmende Schreckens-Starre, welche bis jetzt und vermutlich noch länger anhält. 
 
Die konkreten Ereignisse sind passiert und schockierend schlimm. Doch das nachfolgende Geschehen (Erklärungen, Aufbereitungen, Rekonstruktionen, Zuweisungen von Verantwortungen) behält offenbar den Modus des Entsetzlichen, Unfassbaren und Panischen bei. Was geschieht da und warum?
 
1. Zunächst einige kritische Anmerkungen zum – auch und gerade von Psychologen und „Hirnforschern“ bemühten – Konstrukt einer „Massenpanik“ als Erklärungsmodell der Ereignisse. Zu unterscheiden wäre hier „Panik“ als Erlebensbeschreibung (aus der subjektiven Sicht der armen Menschen in der Todesfalle) und „Massenpanik“ als mögliche MITURSACHE der schlimmen und zuletzt tödlichen Entwicklung. 
 
Die Bilder des Geschehens zeigen in den Gesichtern der Menschen Ersteres (Angst, Verzweiflung, Flehen um Hilfe ...), jedoch keine oder wenige weitergehende Symptome, die auf Zweiteres deuten: Die Betroffenen sind eher apathisch oder stumm entsetzt. Menschen, die dem Strudel glücklich entronnen sind, geben unmittelbar danach bereits wütende und anklagende, zugleich aber detailreiche und nachvollziehbare Kommentare. Von Hysterie und Kontrollverlust (wie sie bei einer Massenpanik zu vermuten sein müssten) ist da kaum etwas zu bemerken. Im Gegenteil wäre zu vermuten, dass sich die Zahl der Opfer in einem solchen Fall einer Massenpanik und angesichts der schieren Menge an Personen in diesem Bereich wohl vervielfacht haben müsste!!   
 


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