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Deutsche Arbeitnehmer sind wenig motiviert

Nur elf Prozent der deutschen Arbeitnehmer sind bei ihrer täglichen Arbeit sehr motiviert, 38 Prozent dagegen unmotiviert. Die Deutschen schneiden somit erheblich schlechter ab als die Schweizer und Österreicher, wo immerhin 18 bzw. 17 Prozent sehr motiviert und nur 21 bzw. 30 Prozent unmotiviert sind. Der gesamtwirtschaftliche Schaden, der durch unmotivierte Mitarbeiter aufgrund von sinkender Produktivität entsteht, summiert sich jährlich auf mehrere Milliarden Euro.
 
Der wichtigste Grund für die fehlende Motivation in Deutschland ist mangelndes Vertrauen in die Geschäftsleitung. Zudem werden viele Mitarbeiter von ihrem Vorgesetzten nur als Arbeitskraft statt auch als Menschen gesehen und viele Angestellte haben nicht das Gefühl, dass ihre Tätigkeit von Bedeutung ist. Insgesamt spielen die interpersonellen Aspekte, besonders die Beziehung des Mitarbeiters zum direkten Vorgesetzten bezüglich der Motivation eine herausragende Rolle. Im Vergleich der drei Länder schneidet hier die Schweiz am besten ab. Die Schweizer Vorgesetzten legen entsprechend den grössten Wert auf Menschlichkeit, sprechen am häufigsten Lob und Anerkennung aus und informieren ihre Mitarbeiter am umfassendsten.
 
Der einzige Bereich, in dem die Deutschen positiver abschneiden als die Schweizer, ist die Zufriedenheit mit den Aufgaben der täglichen Arbeit. Die Arbeitnehmer haben das Gefühl, dass die ihnen zugewiesen Aufgaben gut zu ihnen passen. Das bedeutet, dass die inhaltlichen Aufgaben in der Regel mit den Stärken der Angestellten übereinstimmen, was jedoch das wenig motivierende Führungsverhalten der Vorgesetzten nicht entsprechend kompensieren kann.
Quelle: Quelle: DemoSCOPE, Adligenswil/Schweiz; www.demoscope.ch

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