ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Editor's Pick


Deutsche Verbraucher liegen europaweit bei Preisschätzungen am weitesten daneben

Deutsche Verbraucher schätzen im internationalen Vergleich eher schlecht und nehmen die Preise meist teurer wahr als sie tatsächlich sind. Sie verschätzen sich beim Preisniveau der Händler im Schnitt um 10,1 Prozent. Lediglich die US-Amerikaner haben ein schlechteres Preisgespür als die Deutschen.
 
Gemäß der Studienergebnisse verschätzen sich Verbraucher hinsichtlich des Preisniveaus der untersuchten Händler je nach Branche um bis zu fast 23 Prozent. Am besten funktioniert die Preiswahrnehmung in Frankreich und Großbritannien. Dort verschätzen sich die Kunden im Schnitt nur um 6,2 bzw. 8,1 Prozent. Niederländische Verbraucher liegen dagegen schon um durchschnittlich 9,8 Prozent daneben. In Europa gibt es im Hinblick auf die Preiswahrnehmung vor allem bei Verbrauchern in Deutschland deutlichen Nachholbedarf. Denn sie verschätzen sich im Schnitt um 10,1 Prozent und neigen vor allem dazu, die Preise höher zu schätzen, als sie tatsächlich sind. Deutlich stärker als europäische Verbraucher verschätzen sich die Konsumenten in den USA. Die durchschnittliche Abweichung vom realen Preisniveau liegt hier bei 17,9 Prozent.
 
Trotz der angesprochenen Defizite haben die Konsumenten generell ein immer besser werdendes Gespür für die Preispositionierung der Händler. So schätzen die Verbraucher 2008 bei 77 Prozent aller Anbieter die Preisposition richtig ein. Im Vergleich zum Vorjahr liegen die Deutschen nunmehr um durchschnittlich 10,1 Prozent daneben und sind damit in ihren Beurteilungen um 1,4 Prozent-Punkte genauer als 2007. Gerade in Branchen, in denen die Produkte direkt vergleichbar sind (zum Beispiel im Lebensmitteleinzelhandel) oder in denen der Anteil an Markenartikeln besonders hoch ist (Unterhaltungselektronik), sind die Kunden in der Lage, die Preise besonders gut einzuschätzen. Die durchschnittliche Abweichung der Preiswahrnehmung vom realen Preis schwankt in diesen Branchen 2008 lediglich zwischen sehr guten 3,0 Prozent und 5,8 Prozent. Die Schätzgenauigkeit in diesen Sektoren ist damit schon sehr präzise. In Branchen, in denen die Produkte aufgrund von modischen und/ oder qualitativen Aspekten, wie beispielsweise bei Bekleidung oder Schuhen, nur schwer direkt miteinander vergleichbar sind, ist die Schätzgenauigkeit des Kunden dagegen deutlich schlechter und liegt bei 22,4 Prozent bzw. 22,7 Prozent.
 
Die Ergebnisse beruhen auf der aktuellen internationalen Studie "Preis-Wert? Die Kraft der Wahrnehmung" von OC&C Strategy Consultants. Die Studie analysiert 50.000 Kundenbeurteilungen und stellt der realen Preispositionierung seitens der Händler die subjektive Preiswahrnehmung auf Konsumentenseite gegenüber. Die Preiswahrnehmung von Produkten der führenden Händler aus sechs Branchen wurde dabei anhand eines repräsentativen Warenkorbes ermittelt. Die untersuchten Branchen sind außer dem Lebensmittel- und dem Textileinzelhandel auch DIY/ Baumärkte, Parfümerie, Schuhe sowie die Unterhaltungs- und Haushaltselektronik. Neben Deutschland bezieht sich die Analyse auf Frankreich, Großbritannien, die Niederlande sowie die USA.
Quelle: OC&C Strategy Consultants; www.occstrategy.de

Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email