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Deutsche verlieren Geduld mit Banken und Versicherungen

Eine breite Mehrheit der Deutschen spricht sich gegen eine weitere staatliche Unterstützung von Banken und Versicherungen aus: Vier von fünf Befragten lehnen Hilfsmaßnahmen für Finanzkonzerne ab. Ähnlich stark ist die Ablehnung in Frankreich, Italien und Spanien, während sie in Großbritannien und den USA etwas schwächer ausfällt.
 
Ebenfalls nicht mehrheitsfähig: Steuergelder für Automobilhersteller. Trotz des öffentlichen Drucks seitens der Hersteller und Arbeitnehmervertreter sind 57% der Deutschen und sogar 69% der US-Amerikaner gegen Hilfsmaßnahmen für Automobilkonzerne. Das Zögern der Regierungen in Berlin und Washington in dieser Angelegenheit scheint somit durchaus im Wählerinteresse zu liegen, zumal nicht einmal jeder dritte Deutsche und US-Amerikaner Firmen in staatlicher Hand zutraut, ihr Kapital effizienter einzusetzen als Privatfirmen.
 
Im internationalen Vergleich liberal: die Einstellung der Deutschen gegenüber dem Freihandel. Knapp die Hälfte von ihnen sieht im Freihandel einen Weg aus der Wirtschaftskrise, während nur jeder Sechste für den Protektionismus ist. Wesentlich skeptischer gegenüber dem Freihandel sind die übrigen Europäer, allen voran die Franzosen und Spanier, von denen nicht einmal jeder Dritte ihn befürwortet. Die Einstellung der US-Amerikaner ist zwiegespalten: 48% von ihnen sprechen sich für den Freihandel, aber auch 30% für den Protektionismus aus.
 
Weniger liberal: die Einstellung der Deutschen gegenüber ausländischer Konkurrenz auf dem heimischen Arbeitsmarkt. Nur 43% von ihnen befürworten die Niederlassungsfreiheit von Arbeitnehmern innerhalb der Europäischen Union. Ebenfalls ablehnend: die Franzosen mit 45% und insbesondere die Briten mit 33%. Liberaler sind in dieser Frage Bürger der klassischen Entsenderstaaten Italien mit 59% und Spanien mit 53%.
 
In der größten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit nicht überraschend: Jeweils zwei Drittel der Deutschen und US-Amerikaner sind dafür, arbeitslose Ausländer aufzufordern, das Land zu verlassen. Im europäischen Vergleich geben sich in dieser Frage lediglich die Franzosen mit 51% fremdenfreundlicher, während sich 78% der Briten, 79% der Italiener und 71% der Spanier gegen den Verbleib arbeitsloser Ausländer in ihrem Land aussprechen.
 
Gefragt nach derjenigen gesellschaftlichen Gruppe, die die Wirtschaftskrise am ehesten unbeschadet überstehen wird, geben 60% der Deutschen Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst und 14% Rentner und Pensionäre an. Nur 7% nennen Angestellte im Privatsektor, womit deren Chancen mit Ausnahme von Spanien in keinem anderen Land so negativ gesehen werden wie in Deutschland.
 
Das sind die Ergebnisse eine aktuellen Studie von Harris Interactive in Kooperation mit der Financial Times. Befragt wurden 6.538 Erwachsene in Deutschland (1.060), Frankreich (1.067), Großbritannien (1.226), Spanien (1.098), Italien (1.030) und den USA (1.057).
Quelle: Harris Interactive; www.harrisinteractive.de

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