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Die Deutschen: Ein Volk von Schnäppchenjägern

Preisbewusstsein und Sparsamkeit ist immer noch ein ausgeprägte Tugend der Deutschen. 63 Prozent kaufen ihre Lebensmittel bei einer besonders preisgünstigen Quelle. Das sind zehn Prozent mehr gegenüber 1990. Dabei sind Mittelschichthaushalte und berufstätige Singles etwas weniger preisbewusst. Weniger überraschend ist das Ergebnis, das Studenten-, Arbeiter- und Arbeitslosenhaushalte besonders sparsam sind, hier muss jede Mark zweimal umgedreht werden, bevor sie ausgegeben wird. Einen maßgeblichen Anreiz an der zunehmenden Zahl der Schnäppchenjäger wird in der großen Auswahl von Sonderangeboten und Schlussverkäufen gesehen. Mehr als die Hälfte aller Haushalte hält bei ihren Einkäufen gezielt nach sonderangeboten Ausschau.
 
Mit zunehmender Angebotsvielfalt geht die Markentreue seit Jahren kontinuierlich zurück. Zwar ist die Mehrheit gegenüber ihren Stamm-Marken loyal, aber der Anteil ist innerhalb der letzten Dekade von 66 auf 60 Prozent gesunken. Die Qualitätsunterschiede zwischen den verschiedenen Markenprodukten werden als wenig gravierend eingeschätzt. Sechzig Prozent entscheiden sich bei einer solchen Auswahl für das preisgünstigere Produkt. So überrascht nicht, dass sich das Image der preisgünstigen Handelsmarken beachtlich verbessert hat. Deren Qualität wird von 70 Prozent der Befragten als den Markenprodukten ebenbürtig angesehen. 1994 schätzten das erst 53 Prozent so ein. Weitere Ergebnisse und Trends finden Sie auch in planung & analyse, Heft 5/00, das am 19. Oktober erscheint.
Quelle: GfK AG; public.affairs@gfk.de

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