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Die Hoffnung stirbt zuletzt

Die deutschen Verbraucher sind zum Jahresende wieder etwas zuversichtlicher in punkto Konjunkturentwicklung. Der Indikatorwert, der die Konjunkturerwartung der Konsumenten erfasst, stieg im November um knapp elf Punkte und erreicht mit 0,3 Prozent zum ersten Mal seit Oktober vergangenen Jahres wieder den positiven Wertebereich. Die aktuelle Entwicklung lässt darauf hoffen, dass das laufende Jahr zumindest noch mit einem hoffnungsvollen Ausblick von Seiten der Verbraucher endet. Ursachen der wieder optimistischer werdenden Einschätzung der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland liegen zum einen in der Erholung der Weltwirtschaft und insbesondere der Wirtschaft in den USA. Davon profitiert auch die deutsche Wirtschaft, vermehrt positive Unternehmensmeldungen lassen den Schluss zu, dass die wirtschaftliche Schwächeperiode überwunden ist und Zuversicht in den konjunkturellen Aufschwung wieder die Oberhand gewinnt.
 
Der Indikator für die Einkommenserwartung stieg um sechs Punkte auf einen Wert von minus 0,9. Damit wurden die Verluste des Vormonats nahezu kompensiert. Der langjährige Durchschnittswert von 0 wurde jedoch immer noch nicht erreicht. Allerdings liegt der Indikatorwert fast 24 Punkte über dem entsprechenden Vorjahreswert. Tendenziell entwickelt sich der Indikator weiterhin seitwärts. Von einem grundlegenden Aufschwung kann also immer noch nicht die Rede sein. Die weiterhin anhaltende Diskussion um eine auf den Anfang des Jahres 2004 vorgezogene Steuerreform steht nach wie vor einer durchgreifenden Erholung im Weg. Die Verbraucher fragen sich, was ihnen die nahe Zukunft finanziell bringt. Vor allem die Gruppe der Rentner, die mit einem Anteil von knapp 30 Prozent an der Gesamtbevölkerung im Alter von über 14 Jahren ein starkes Gewicht haben, verhinderten, dass sich die Einkommenserwartung im November stärker erholte: Der Indikatorwert hat sich bei dieser Gruppe von Oktober auf November um sechs Punkte reduziert. Die von der Bundesregierung Mitte Oktober angekündigte Nullrunde 2004 für Renten und die Absicht, Rentnern zukünftig den vollen Pflegeversicherungsbeitrag zu berechnen, zeitigte entsprechend enttäuschte Reaktionen bei den Betroffenen.
 
Zum vierten Mal in Folge legte der Indikator für die Anschaffungsneigung mit einem Plus von 5 Punkten leicht zu. Der Wert von aktuell -25,8 liegt fast 30 Punkte über dem Wert im November des vergangenen Jahres. Tendenziell spricht alles dafür, dass die Anschaffungslaune der Verbraucher sich langsam bessert. Jedoch ist das Niveau, auf dem sich der Indikator entwickelt, insgesamt immer noch sehr niedrig. Die möglicherweise unmittelbar bevorstehende Steuerreform lässt auf die ersehnten finanziellen Entlastungen hoffen, zudem polstern die vorweihnachtlichen Zuwendungen seitens der Arbeitgeber in diesen Tagen die Girokonten auf.Allerdings ist es nach wie vor die hohe Arbeitslosigkeit, die verhindert, dass die Konsumenten ihre Konsumzurückhaltung gänzlich aufgeben.
 
Die positive Entwicklung aller Verbraucherindikatoren sorgt dafür, dass das Konsumklima wieder etwas stärker zulegt. Der Indikator wird für Dezember voraussichtlich einen Wert von 5,7 Punkten erreichen. Im Vergleich zum November sind das zwar nur 0,3 Punkte mehr, damit ist aber die Wahrscheinlichkeit gewachsen, dass das Weihnachtsgeschäft dem Handel doch noch mehr Geschäft bringt, als in den Vormonaten anzunehmen war.
Quelle: GfK Marktforschung; rolf.buerkl@gfk.de

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