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Die Marke Europa - Verkaufsschlager oder Ladenhüter?

Was bisher nur Bands wie die Beatles oder die Rolling Stones geschafft haben, gelang nun auch der Europäischen Union! Sie wurde im vergangenen Quartal erstmals als Gast in den Anholt Nation Brands Index (NBI) aufgenommen und schaffte auf Anhieb den Sprung auf den ersten Platz. Der NBI, eine weltweite Umfrage zum Image von Nationen, wird vierteljährlich von Regierungsberater Simon Anholt gemeinsam mit dem Anbieter von Komplettlösungen für die globale Marktforschung, GMI (Global Market Insite, Inc.), durchgeführt.
 
Besonders überraschend ist nach Ansicht von Simon Anholt das gute Ergebnis für die Europäer selbst, denn sie stehen der Europäischen Union in großen Teilen recht kritisch gegenüber. Vor allem die Dänen können sich der Umfrage zufolge für die Marke EU nur schwer begeistern. Es fällt auf, dass die Europäer unter der EU vor allem die Institutionen verstehen, also den Verwaltungsapparat und die europäische Gesetzgebung, und das mit all ihren Vorzügen und Nachteilen. Viele Menschen in Asien, Amerika, dem Mittleren Osten und Afrika verbinden mit der EU dagegen den Kontinent Europa, eine geographische und kulturelle Einheit mit erfolgreichen Unternehmen, attraktiven Reisezielen und einer langen Geschichte, also zahlreiche positive Elemente.
 
Im Gegensatz zu den skandinavischen Ländern wie Schweden und Norwegen rangiert die Europäische Union bei den Gründungsmitgliedern Deutschland, Frankreich und Italien jeweils auf dem zweiten Platz in der Liste der populärsten "Länder-Marken". Für die Deutschen steht die EU vor allem für den Schutz der Menschenrechte, Frieden, Zuverlässigkeit und eine moderne Wirtschaft.
 
Einen schweren Stand hat die Türkei, die seit Jahren die Mitgliedschaft in der EU anstrebt. Der Schutz der Menschenrechte und die Qualifikation der Arbeitnehmer werden in der EU besonders hoch eingeschätzt. Unter allen 35 bewerteten Ländern kam das Land am Bosporus daher auf den letzten Platz.
 
Fast genau so hart fällt das Urteil der Befragten über die Marke Südafrika aus. Der Ausrichter der nächsten Fußball-WM muss noch eine Menge Kritiker überzeugen, denn momentan schafft es das Land im NBI-Ranking nur auf den 33. Platz, noch hinter Ägypten, Polen und Malaysia. Auf die Auswirkungen der Weltmeisterschaft für das Image von Deutschland ist Simon Anholt bereits gespannt.
 
An der Online-Umfrage nahmen 25.903 Personen aus 35 Ländern teil.
 
Quelle: GMI; www.gmi-mr.com

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