ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Editor's Pick


Die Sache mit dem Euro

Ab wann „denkt“ der Verbraucher in Euro? Wie lange der Verbraucher mit den alten DM-Preise rechnen wird, also nach der Daumenregel 1:2, ist noch nicht abzusehen. Jedoch muss mit eher negativen Absatz- und Umsatzeffekten gerechnet werden, wenn die Schwellenpreise aus DM-Zeiten angestrebt werden.
 
Folgendes Beispiel illustriert das Problem: Ein Produkt kostet heute DM 5,99. Korrekt konvertiert und gerundet ergibt sich ein neuer Preis von 3,06 Euro. Damit ein „gewohnter“ Schwellenpreis im 9er-Bereich erreicht wird, wird das Produkt für 2,99 Euro angeboten.
 
Der Verbraucher nimmt diese Reduzierung mit seiner Daumenregel jedoch kaum wahr. Folge: Der Absatz- und Umsatzschub fällt schwächer aus als zu DM-Zeiten. Wird das Produkt jedoch – um den nächsthöheren Schwellenpreis zu erreichen – für 3,09 Euro angeboten, schätzt der Verbraucher statt einer eher geringen Erhöhung um 1 Prozent mit seiner Daumenregel eine Preiserhöhung um 3 Prozent. Statt eines zu erwartenden Umsatzrückganges von 4 Prozent ergibt sich ein Umsatzeinbruch von 12 Prozent.
 
Um diesen Umsatzeinbruch zu kompensieren, müssten pro Jahr zwölf Aktionen stattfinden, bei denen das Produkt zu einem Preis von 2,89 Euro angeboten wird – also alle vier Wochen!
 
Quelle: A.C. Nielsen GmbH, Torsten.Kronshage@Germany.ACNielsen.com

Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email