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Dot.com-Gründer: Helden oder Gauner?

Kursverluste und Schockmeldungen vom Neuen Markt beeinträchtigen das bis dato positive Image der Dot.com-Gründer. Nach den dramatischen Kurseinbrüchen sind die meist jungen, dynamischen Unternehmensgründer der New Economy bei den Internet-Nutzern in Deutschland nicht mehr hoch angesehen. Immerhin halten 55 Prozent der Befragten die Internet-Gründer auch nach den Kursverlusten für tüchtig und wichtig für den Fortschritt in Deutschland. Dennoch meinen 45 Prozent, dass die Dot.com-Unternehmer zu schnell an zu viel Geld kommen. Lediglich ein Drittel der Internet-Surfer hält die jungen Dot.com-Gründer für genauso seriös wie die Unternehmer traditioneller Branchen. Sehr argwöhnisch betrachten 22 Prozent der befragten Personen den neuen Markt: Sie halten die Ideen und Businesspläne der Dot.coms für unrentable und unrealistische Schnapsideen. Allerdings gehen nur 12 Prozent der Internet-Surfer soweit, den Dot.com-Unternehmern gar kriminelle Absichten zu unterstellen. Investitionen in Internet-Firmen kommen für nur ein Viertel der User in Frage.
 
Und wie steht es mit Investitionen am Neuen Markt nach den Kurseinbrüchen? Die schlechte Stimmung am Markt löst bei den Befragten scheinbar keine Unruhe aus. Weder schlagen sie bei günstigen Internet-Aktien zu, noch verfallen sie in Panik und kündigen massenweise ihre Aktien-Depots. 15 Prozent handeln allgemein weniger mit Aktien. Nur 18 Prozent lassen sich nicht entmutigen und hoffen auf eine Erholung der Branche. Allerdings sind 53 Prozent der befragten User von den Kursverlusten überhaupt nicht betroffen: Sie besitzen keine Aktien.
Quelle: Dialego AG Market Research Online, theo.waber@dialego.de

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