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Empörung über Bonus-Zahlungen an Bankmanager

Der Unmut der Bevölkerung über mögliche Bonus-Zahlungen in Millionenhöhe an Bankmanager inmitten der Finanzkrise wächst. 87 Prozent der Deutschen fordern eine Deckelung der Managergehälter, vor drei Monaten war es nur 80 Prozent. Auch die Bevölkerung der Nachbarländer ist mehrheitlich für eine staatlich verordnete Gehaltsbremse.
 
Entsprechend wächst auch die Zustimmung für staatliches Eingreifen in die Wirtschaft. Waren im Oktober noch 70 Prozent der Deutschen dafür, so sind es in der Februar-Befragung bereits 75 Prozent. Für die meisten (83 Prozent) ist auch ein neues Leitbild der Banken dringend geboten, das sich mehr an ihrer traditionellen Rolle als Kreditgeber für Industrie, Mittelstand und Konsumenten orientiert als an Gewinnmaximierung.
 
Die Kreditinstitute haben für die Bevölkerung eindeutig den Schwarzen Peter: Für 48 Prozent der Deutschen sind sie die Hauptverursacher der Wirtschaftskrise, für weitere 37 Prozent tragen sie zumindest eine große Mitschuld. Ähnlich deutlich ist das Ergebnis in den anderen befragten europäischen Ländern. Nimmersatte Aktionäre und Börsen-Spekulanten haben fast für jeden dritten Deutschen die Hauptschuld, für ein weiteres Drittel eine große Mitschuld an der Krise. In der Hierarchie der für die Rezession Verantwortlichen folgen Politiker und Regulierungsbehörden, Häuslebauer und überschuldete Eigenheimbesitzer.
 
Trotz eindeutiger Schuldzuweisung wird von der Mehrheit der Bevölkerung weiter die Notwendigkeit gesehen, staatliche Maßnahmen gegen die Krise mit Steuergeldern zu finanzieren. In Deutschland wird dies von 56 Prozent der Befragten so gesehen, 39 Prozent sprachen sich dagegen aus.
 
Obwohl das Ansehen der Banken letztlich auch wegen der Bonus-Zahlungen weiter sinkt, ist bemerkenswerterweise das Vertrauen in die eigene Hausbank immer noch relativ groß. Lediglich 4 Prozent der Deutschen bezeichnen das Verhältnis zu ihrer Bank als sehr schlecht oder schlecht. Für 10 Prozent ist es sehr gut, für 51 Prozent gut und 34 Prozent finden es zumindest zufriedenstellend.
 
Das sind die Ergebnisse der aktuellen Monats-Umfrage des von Harris Interactive und der Financial Times. Für die Studie wurden jeweils etwa 1.000 Bürger der fünf großen europäischen Länder Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien und der USA zwischen dem 28. Januar und 5. Februar 2009 befragt wurden.
Quelle: Harris Interactive; www.harrisinteractive.de

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