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Ethischer Konsum braucht die Unterstützung vor allem junger Konsumenten

Ethischer Konsum wird sich auch zukünftig weiter positiv entwickeln. Er hat trotz der momentanen Wirtschaftskrise das Potenzial, zum Fortschrittsmotor von morgen zu werden. Dazu muss es gelingen, die zur Zeit noch Desinteressierten – vor allem jüngeren Verbraucher – dafür zu gewinnen.
 
Der Vergleich zwischen den Jahren 2007 und 2009 zeigt, dass Bio-, Fair- und Regio-Produkte trotz stagnierender Löhne boomten. Besonders Frauen, höher Gebildete und die 48- bis 67-Jährigen haben diese Entwicklung vorangetrieben. Auch Männern und die Gruppe der 28- bis 47-jährigen ist ethischer Konsum heute mehr wert als dies noch 2007 der Fall war. Sie sind deutlich stärker bereit, für ethischen Konsum auch mehr zu bezahlen, als noch vor zwei Jahren (plus elf Prozent und plus neun Prozent).
 
Die Gruppe der 16- bis 27-Jährigen hingegen interessiert sich nur mäßig für den ethischen Konsum. Sie delegiert Verantwortung an Politik und Unternehmen, ohne diese durch ihr eigenes Verhalten beziehungsweise ein entsprechendes Kaufverhalten zu unterstützen.
 
Auch die Befragten mit niedriger formaler Bildung räumen ethischem Konsum nur geringe Relevanz ein. Mit 29 Prozent spart diese Bildungsgruppe am stärksten am ethischen Konsum.
 
Im Umfeld der aktuellen Wirtschaftskrise kann sich ethischer Konsum jedoch insgesamt behaupten. Aufgrund der wirtschaftlich angespannten Lage spart ein Drittel der Deutschen zwar stärker beim Konsum allgemein. So werden Anschaffungen von ca. zehn Prozent der Befragten verschoben. 25 Prozent der Teilnehmer schränken sich bewusst ein.
 
Anders ist dies aber im Bereich des ethischen Konsums. Hier wird deutlich weniger gespart. Nur 18 Prozent der Befragten wollen den Konsum ethischer Produkte einschränken. 75 Prozent konsumieren weiter wie bisher, sieben Prozent der Befragten konsumieren sogar stärker nach ethischen Kriterien als bisher.
 
Für die Entwicklung des ethischen Konsums in den kommenden fünf Jahren hat die Studie insgesamt sieben zentrale Herausforderungen identifiziert: Eine der größten Herausforderungen wird es für Unternehmen, Politik und Gesellschaft sein, die Gruppe der Desinteressierten für das Thema ethischer Konsum zu gewinnen. Hier sind attraktivere Angebote für Jüngere und formal niedrig Gebildete nötig.
 
Auch für die Frage, wie es gelingen kann, dass jeder Einzelne von uns aktiv wird, findet die Studie Lösungsansätze. Denn immerhin 88 Prozent der Befragten wissen, dass sie mit ihrem Konsumverhalten ein Teil des Problems sind. Sie wollen aber auch Teil der Lösung sein. Die Mehrheit der Befragten erwartet deutliche Impulse für den ethischen Konsum von jedem Einzelnen. Knapp vier von zehn Befragten geben an, dass sie ihr soziales Umfeld dazu mitreißen, stärker auf ethische Kriterien zu achten. Insbesondere Frauen sind hier aktiv. Aber nur 25 Prozent der Befragten wollen ihr Konsumverhalten wirklich ändern.
 
Das sind Ergebnisse der „Otto Group Trendstudie 2009: Die Zukunft des ethischen Konsums“ des Trendbüros im Auftrag der Otto Group. Sie knüpft an die „OTTO-Trendstudie 2007 Konsum-Ethik“ an und gibt einen Ausblick, wie sich ethischer Konsum bis 2014 in Deutschland wahrscheinlich entwickeln wird. Im Rahmen der Studie wurden 1.000 Personen zwischen 16 und 74 Jahren befragt. Außerdem wurden Experten-Interviews, ein Expertenworkshop und eine Lead-User-Diskussion auf Utopia.de durchgeführt, die in die Ergebnisse der Studie einflossen.
Quelle: Trendbüro; www.trendbuero.de

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