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Europäischer Einzelhandel: Deutschland mit positivsten Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft

American Express Studie zeigt: Einzelhändler rechnen in 2007 europaweit mit steigenden Umsätzen.
 
Die Vorweihnachtszeit ist für viele die schönste Zeit des Jahres – vor allem für den europäischen Einzelhandel. In den Wochen vor Heiligabend erwirtschaftet er etwa 29 Prozent seines Jahresumsatzes. Hierzulande blicken die Einzelhändler dem Weihnachtsgeschäft besonders optimistisch entgegen: 56 Prozent erwarten deutlich höhere Umsätze als im Vorjahr. Für 2007 geht die Hälfte der europäischen Einzelhändler von steigenden Umsätzen aus. Insbesondere der Onlinehandel kann für das neue Geschäftsjahr zuversichtlich sein.
 
Zu diesen Ergebnissen kommt der aktuelle American Express Retail Monitor 2006, bei dem Einzelhändler aus fünf europäischen Ländern zu ihren Konjunkturerwartungen sowie aktuellen Branchenentwicklungen befragt wurden.
 
Um den wachsenden Ansprüchen der Kunden an das Einkaufserlebnis gerecht zu werden, muss der Einzelhandel vor allem eine breite Angebotspalette und ausgezeichneten Service gewährleisten. Nichtsdestotrotz hält mehr als die Hälfte der Händler ihre Kunden für loyal. In punkto Zahlungsmittel sprechen die Händler Kreditkarten das größte Nutzungspotenzial zu.
 
Allgemeiner Optimismus für das Weihnachtsgeschäft
Für das diesjährige Weihnachtsgeschäft rechnen 46 Prozent der europäischen Einzelhändler mit höheren Umsätzen als in 2005. Nur acht Prozent befürchten einen Rückgang. Während lediglich 36 Prozent der Spanier von einem besseren Weihnachtsgeschäft ausgehen, sind es in Deutschland 56 Prozent. Damit zeigen sich die deutschen Einzelhändler als die optimistischsten im europäischen Vergleich. Dies ist in erster Linie auf die bevorstehende Mehrwertsteuererhöhung zurückzuführen: 78 Prozent sind davon überzeugt, dass ihre Kunden daher in den Wochen vor der Steuererhöhung mehr als gewöhnlich konsumieren werden.
 
Ein wichtiger Indikator für den Erfolg des Weihnachtsgeschäfts ist der Zeitpunkt des Winterschlussverkaufs. Preisnachlässe vor Heiligabend sind häufig ein Anzeichen für ein schleppend verlaufendes Weihnachtsgeschäft. In diesem Jahr wollen jedoch zwei Drittel der europäischen Einzelhändler ihren Schlussverkauf erst nach dem 24. Dezember beginnen. Ausnahme dabei ist Deutschland – trotz der positiven Umsatzerwartungen planen 42 Prozent bereits vor Weihnachten mit dem Schlussverkauf anzufangen.
 
Positive Erwartungen in Europa für 2007
In Europa antizipieren 50 Prozent der Einzelhändler, dass ihre Umsätze in den nächsten zwölf Monaten im Vergleich zum Vorjahr steigen werden. Nur 18 Prozent gehen von Umsatzrückgängen aus. Besonders selbstbewusst zeigen sich die britischen Händler, von denen 62 Prozent ein besseres Geschäftsjahr erwarten. Bei den Deutschen glauben 58 Prozent an höhere Umsätze. Immerhin 30 Prozent rechnen mit gleich bleibenden und lediglich zwölf Prozent mit niedrigeren Umsätzen. Demgegenüber zeigen sich die Franzosen eher pessimistisch: nur 30 Prozent gehen von einem Aufschwung aus.
 
Die Ergebnisse des Retail Monitors bestätigen die zunehmende Bedeutung des Vertriebskanals Internet. 68 Prozent der europäischen Händler sehen hier für 2007 die größten Wachstumschancen. Nichtsdestotrotz denkt die überwiegende Mehrheit der Befragten, dass die Kunden mehr Geld in niedergelassenen Geschäften als im Internet ausgeben werden (86 Prozent) und die Kundenbindung (91 Prozent) hier am stärksten ist. Größte Herausforderung für Händler, die mehrere Verkaufskanäle nutzen, wird die Vereinheitlichung ihrer Angebote und Services über alle Kanäle hinweg sein.
 
Kunden sind informiert und wertorientiert
Der Prozess der Informationsgewinnung, also die Phase, in der Kunden Informationen sammeln und Angebote vergleichen, nimmt einen immer größeren Einfluss auf den eigentlichen Kaufakt. 32 Prozent aller Händler halten diese Phase für den entscheidenden Teil des Einkaufserlebnisses. In Deutschland sprechen sogar 40 Prozent der Händler dem Informationsprozess die größte Bedeutung zu. In Italien sind es nur 24 Prozent, als wichtigste Phase wird hier der Bummel im Geschäft bezeichnet (41 Prozent). Trotz dieses zunehmend besser informierten und wertorientierten Verbrauchers scheint sich die Mehrheit der europäischen Händler ihrer Kundschaft relativ sicher. Immerhin 58 Prozent der europäischen Einzelhändler halten ihre Kunden für loyal. Als größte Konkurrenz nennen 32 Prozent die Geschäfte in der Fußgängerzone. Bei den deutschen Händlern teilen 38 Prozent diese Ansicht – lediglich zehn Prozent sehen in Supermärkten die größten Wettbewerber und liegen damit weit unter den europäischen Durchschnittsangaben (22 Prozent).
 
Kreditkarte vor allem bei Deutschen und Franzosen beliebtes Zahlungsmittel
Vor dem Hintergrund des verschärften Wettbewerbdrucks in der Branche ist es für die Einzelhändler immer wichtiger, ihren Kunden einen umfassenden Service zu bieten. So sind 35 Prozent der Händler davon überzeugt, dass die Möglichkeit zwischen verschiedenen Zahlungsmitteln zu wählen, für viele Kunden ein entscheidender Einflussfaktor bei der Wahl eines Geschäfts ist. Nach Meinung von mehr als der Hälfte der europäischen Einzelhändler (57 Prozent) wird „Plastikgeld“ im Jahr 2007 vorrangiges Zahlungsmittel sein. In Deutschland schätzen die Händler, dass 32 Prozent ihrer Kunden überwiegend zur Kreditkarte greifen werden und 38 Prozent sehen Bargeld als beliebtestes Zahlungsmittel. Insgesamt messen lediglich die Franzosen der Kreditkarte eine höhere Bedeutung bei als die deutschen Händler: 49 Prozent sehen in ihr das meistgenutzte Zahlungsmittel. Bei den italienischen und spanischen Händlern ist hingegen etwa die Hälfte davon überzeugt, dass ihre Kunden überwiegend bar bezahlen werden.
 
Quelle: American Express; www.americanexpress.de

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