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Gedanken an Auswanderung sind beliebt

Jeder Fünfte würde gern aus Deutschland auswandern. Vor allem junge Leute unter Dreißig (33 Prozent) spielen zur Zeit mit dem Gedanken, Deutschland zu verlassen und ganz in den Lebensraum eines anderen Landes einzutauchen.
 
Als Gründe für ihren Auswanderungswunsch geben die meisten an, dass ihnen andere Länder besser gefallen. Für die Jüngeren steht im Vordergrund, dass sie gerne einen Arbeitsplatz im Ausland finden würden. Das nennen 56 Prozent der Auswanderungswilligen im Alter unter Dreißig als ihr Motiv.
 
An der Spitze der Länder und Gegenden, über die deutsche Auswanderungswillige am häufigsten nachdenken, stehen Länder innerhalb Süd- oder Westeuropas. Für die Älteren sind Italien (13 Prozent) und Spanien (11 Prozent) dabei besonders interessant. Die Jüngeren, die ans Auswandern denken, haben innerhalb Europas am ehesten Frankreich (7 Prozent) im Blick. Sehr viel beliebter sind bei Jüngeren jedoch Australien, Kanada oder die USA. 27 Prozent der Unter-30-Jährigen würden gern nach Australien auswandern, 15 Prozent nach Kanada und 14 Prozent in die USA.
 
Der Wunsch auszuwandern hat sich in Deutschland im Laufe der 90er Jahre verstärkt. In den Jahren und Jahrzehnten davor haben etwa 10 bis 15 Prozent der Westdeutschen über eine Auswanderung nachgedacht. Nur in den ersten Jahren nach dem verlorenen Krieg war es anders. Damals dachte fast jeder dritte Westdeutsche darüber nach, anderswo in der Welt nach einem Neuanfang zu suchen. In dem Maße, in dem sich dann das sogenannte Wirtschaftswunder entwickelte, rückte der Gedanke ans Auswandern jedoch in die Ferne. Ende der 50er Jahre wollte nur noch jeder zehnte Deutsche gerne auswandern.
Quelle: Institut für Demoskopie Allensbach; www.ifd-allensbach.de

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