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Gewerkschaften als Ausbilder Versager

Die lautstarke Forderung der deutschen Gewerkschaften nach einer Ausbildungsplatzabgabe klingt unehrlich. Die Arbeitnehmervertretungen bilden selbst viel zu wenig aus. Wird die Abgabe beschlossen, müssten gerade sie als Erste kräftig bezahlen - allen voran die Lehrergewerkschaft GEW, die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und die Polizeigewerkschaft GdP. Alle drei bilden überhaupt nicht aus.
 
Aber auch bei den großen Einzelgewerkschaften klafft eine Kluft zwischen politischer Forderung und eigenem Verhalten. So beträgt die Ausbildungsquote bei der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di gerade mal 0,3 Prozent und bei der IG Metall 0,9 Prozent. Die kleinere IG Bau bringt es auf 0,5 Prozent der Beschäftigten. Am besten schneidet noch der Arbeitgeber DGB mit einer Quote von 2,3 Prozent ab. Nur die ehemalige Eisenbahnergewerkschaft Transnet hat den Worten auch Taten folgen lassen: In den letzten fünf Jahren wurden dort die Ausbildungsplätze verdoppelt. Jeder sechste Beschäftigte war im vergangenen Jahr ein Azubi.
 
Nach den Plänen der Bundesregierung würden die Gewerkschaften somit kräftig zur Kasse gebeten. Danach sollen Betriebe mit einer Ausbildungsquote von weniger als sechs Prozent mindestens 5000 Euro für jede fehlende Lehrlingsstelle pro Jahr als Abgabe bezahlen.
Quelle: Arbeitgeber-Handbuch Betriebsrat; www.arbeitgeber.org

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