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Handelsmarken im Aufschwung

Im Konsumgüterbereich sind Handelsmarken ein Phänomen, das weltweit immer mehr an Bedeutung gewinnt. 15 Prozent des Gesamtumsatzes entfallen auf Handelsmarken. Allerdings gibt es nach oben wie nach unten große Abweichungen für die einzelnen Märkte und Produktarten. Europa bleibt mit einem Anteil von 22 Prozent am Gesamtumsatz des Lebensmitteleinzelhandels die Region mit dem höchsten Handelsmarken-Anteil, vor Nordamerika mit 16 Prozent. Innerhalb von Europa weist die Schweiz mit 38 Prozent den höchsten Handelsmarken-Anteil auf, gefolgt von Deutschland mit 33 Prozent und Großbritannien mit 31 Prozent.
 
Was die Wachstumsraten der Handelsmarken angeht, ergibt sich jedoch ein anderes Bild. In Lateinamerika, der Region Asia Pacific und den Emerging Markets ist der Handelsmarken-Markt bezogen auf den Einzelhandelsumsatz insgesamt sehr klein, die Wachstumsraten hingegen liegen deutlich höher. Tschechien, Ungarn, Polen und Südafrika weisen zusammen eine Wachstumsrate von 48 Prozent gegenüber 2002 auf - im Vergleich zu jährlichen Wachstumsraten in Lateinamerika und Asia Pacific von 16 Prozent bzw. 14 Prozent. Das Wachstum in Europa lag bei 6 Prozent, während Nordamerika - ausgenommen Wal*Mart in den USA - keine Veränderungen gegenüber 2002 aufwies. Insgesamt wuchsen die Handelsmarken in nahezu zwei Drittel der untersuchten Länder schneller als die Herstellermarken. Dies hängt nach Expertenmeinung direkt mit der Expansion von weltweit tätigen Einzelhandelsunternehmen zusammen, die Märkte jenseits ihrer traditionellen geographischen Grenzen erobern. In dem Maße, in dem sie ihre Infrastruktur ausbauen, bauen sie auch ihre Handelsmarken aus.
 
Bei Artikeln des täglichen Bedarfs haben Handelsmarken eine besondere Bedeutung, so zum Beispiel bei Papierprodukten und Haushaltsfolien, oder im Food-Bereich bei Komplett-Fertiggerichten. Der Handelsmarken-Anteilan Milch beträgt 44% des Gesamtumsatzes und damit mehr als 11 Milliarden US$ an absolutem Umsatz. Jenseits der traditionellen Warengruppen beginnen sich deutlich neue Trends abzuzeichnen. Die Premium-Handelsmarke ist auf dem Vormarsch. Diese Produkte bieten den Verbrauchern eine qualitativ hochwertige Handelsmarke und den Einzelhandelsunternehmen ein Alleinstellungsmerkmal, mit dem sich neue Kunden gewinnen lassen. So verzeichnen einige Warengruppen, die einst für Handelsmarken unerreichbar schienen, inzwischen signifikante Wachstumsraten. Handelsmarken sind im Durchschnitt 31% billiger sind als vergleichbare Herstellermarken. Je nach Land und Kategorie gibt es jedoch bedeutende Abweichungen. In einigen Kategorien werden Handelsmarken im Durchschnitt zum gleichen oder sogar zu einem höheren Preis als vergleichbare Herstellermarken angeboten. Hinter diesem Trend steckt unter anderem die Strategie des Einzelhandels, den Verbrauchern Premium-Handelsmarken als qualitativ hochwertige Alternative und als Alleinstellungsmerkmal für das jeweilige Unternehmen anzubieten.
 
Die Zukunftsaussichten für Anbieter von Handelsmarken sind nach Meinung von Fachleuten weltweit vielversprechend. Das Wachstum hält an, da die Einzelhandelsunternehmen ihre Produkte immer besser vermarkten und die Expansion in neue Märkte anhält. Auch wenn Handelsmarken nach wie vor das Niedrigpreissegment bedienen, werden die Einzelhandelsunternehmen die Handelsmarke stärken, indem sie immer mehr Qualitätsprodukte im Premiumpreissegment anbieten. Hersteller von Markenprodukten werden die Handelsmarken weltweit im Kampf um Marktanteile zu spüren bekommen.
Quelle: A.C. Nielsen GmbH; www.acnielsen.de

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