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Innovationen - Wachstumstreiber der Unterhaltungselektronik

Der Markt für Technische Gebrauchsgüter befindet sich weltweit auf Wachstumskurs. Im Jahr 2007 werden die Konsumenten 9 Prozent mehr für Produkte aus den Bereichen Audio/Video, Foto, IT und Telekommunikation ausgeben. Die gesamten weltweiten Ausgaben belaufen sich voraussichtlich auf ungefähr 580 Millionen US Dollar. Auch für die Unterhaltungselektronik (UE) in Westeuropa bleibt die Perspektive mit plus 5 Prozent positiv. Dieses sind die Ergebnisse des kontinuierlichen GfK Retail Tracking in 73 Ländern.
 
Bei Betrachtung verschiedener Regionen auf der Welt liegt Asien mit 12 Prozent Wachstum im Bereich der technischen Gebrauchsgüter (dazu zählen die Unterhaltungselektronik sowie Foto, IT, und Telekommunikation) an der Spitze, gefolgt von Nord- und Südamerika mit 9 Prozent und Europa, dem Nahen Osten, sowie Afrika mit 7 Prozent. Speziell der asiatische Telekommunikationssektor wächst mit 23 Prozent doppelt so schnell wie der Rest der Welt.
 
Auch ein Blick auf die drei bedeutendsten Produktkategorien zeigt eine ausgeprägte Wachstumsdynamik: Konsumenten-PCs wachsen wertmäßig mit 20 Prozent, Mobiltelefone mit 16 Prozent and TV-Geräte mit 12 Prozent. In jedem dieser Bereiche, die zusammen 60 Prozent des Gesamtmarktes repräsentieren, treiben Innovationen die Marktentwicklung voran. Hierzu gehörten der Trend zum Notebook, der Erfolg der Smartphones und der Vormarsch der Flachbildschirmgeräte. Weitere Einflüsse aus kleineren Produktbereichen tragen zum positiven Gesamtbild bei. So wird für die Nachfrage nach tragbaren Navigationsgeräten ein weltweiter mengenbezogener Anstieg von 84 Prozent und für MP3- Player von 15 Prozent erwartet.
 
Die westeuropäischen Verbraucher gaben im ersten Halbjahr 2007 insgesamt 5 Prozent mehr für Geräte der Unterhaltungselektronik aus als in der gleichen Periode des Vorjahres. Den Löwenanteil hatten hierbei die Flachbildfernseher, deren Umsatz um 24 Prozent anstieg. Der UE-Bereich profitiert insgesamt von der erfreulichen Tatsache, dass die Konsumenten wieder verstärkt höherwertige Produkte nachfragen. 61 Prozent des Umsatzes wurden im ersten Halbjahr in den drei größten westeuropäischen Ländern erwirtschaftet. Der höchste Anteil entfiel hierbei mit 23 Prozent auf Großbritannien, gefolgt von Deutschland mit 21 Prozent und Frankreich mit 17 Prozent. Die restlichen 39 Prozent teilen sich sieben weitere westeuropäische Länder, für die kontinuierlich vergleichbare Daten erfasst werden.
 
Für 2007 erwartet die GfK in Westeuropa bei der Unterhaltungselektronik einen Gesamtumsatz von 62 Millionen Euro. Die für das Gesamtjahr 2007 erwarteten regionalen Wachstumsraten werden bei einem europäischen Durchschnittswert von 5 Prozent liegen. Wie in den Vorjahren bleibt der Fernsehmarkt der stärkste Wachstumstreiber. Der Umsatz stieg hier im ersten Halbjahr um 9 Prozent. Dieses Ergebnis ist umso beeindruckender, als dass das erste Halbjahr 2006 als Vergleichsbasis aufgrund der Fußball-Weltmeisterschaft eine sehr starke Zeitperiode war.
 
Im LCD-Segment stiegen die Umsätze um 36 Prozent. Geräte mit einer Bildschirmgrösse von 32 Inch (82 cm) waren besonders beliebt. Entschied sich doch jeder dritte Käufer für ein solches Gerät. Auf die Bildschirmgrößen von 37 Inch (94 cm) oder mehr entfiel ein mengenmäßiger Anteil von 17 Prozent. Die Verkäufe von Plasma-Geräten gingen demgegenüber wertmässig um 10 Prozent zurück. Hier wird nach wie vor die 42 Inch-Klasse (106 cm) bevorzugt. Das Segment 50 Inch (127 cm) und größere Formate entsprechen nach einer mengenmässigen Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr einem Viertel des Plasma-Umsatzes. Ausgehend von diesen Verkaufsentwicklungen erwartet die GfK für das Gesamtjahr 2007 in Westeuropa den Verkauf von ungefähr 22 Millionen LCD- und 2,6 Mllionen Plasma- Geräten. Die Käufer gaben im Durchschnitt 700 Euro pro Fernsehgerät aus. Dies waren 4 Prozent mehr als im Vorjahr, was den anhaltenden Trend zu höherwertigen Produkten bestätigt. Allerdings fielen im selben Zeitraum die Preise in den einzelnen Bildschirmkategorien erneut deutlich - im Durchschnitt für ein 32 Inch-LCD-Gerät um 37 Prozent und für ein Plasma-Gerät um 28 Prozent.
 
Der Markt für DVD-Player und -Recorder war im ersten Halbjahr 2007 rückläufig. Insgesamt wurden 9 Prozent weniger Einheiten verkauft, was einem Umsatzrückgang von 13 Prozent entspricht. Selbst das Recorder-Segment stagniert. Fokussiert auf Harddisc-Geräte, ist das Bild erfreulicher: Die mengenmäßige Nachfrage stieg hier um 23 Prozent und der Harddisc-Anteil am DVD-Umsatz kletterte auf ein Drittel. Ungefähr zwei von drei HD-Käufern wählten ein Gerät mit einer Festplattenkapazität von 160 Gigabyte. Die stetig steigende Nachfrage nach mehr Speicherplatz stimulierte auch den 250-Gigabyte-Bereich, der auf einen Mengenanteil von 15 Prozent kam. Für den Gesamtmarkt der DVD-Recorder in Westeuropa erwartet die GfK in 2007 einen Absatz von 6,7 Millionen Stück 2007.
 
Mit einer Absatzmengenentwicklung von -1 Prozent stagnierte der Camcordermarkt im ersten Halbjahr. Bedingt durch den anhaltenden Preisdruck führte dies zu einem Umsatzrückgang von 10 Prozent. Im Gegensatz hierzu verzeichnet das Teilsegment der neuen digitalen Formate ein deutliches Wachstum. So waren bereits über ein Viertel aller verkauften Geräte DVDCamcorder; weitere 20 Prozent entfielen auf Camcorder mit Harddisc oder Memory Card. Die GfK erwartet für 2007 in Westeuropa einen Absatz von 4,2 Millionen Geräten.
 
Das Interesse der Konsumenten an Home-HiFi-Geräten zeigte sich mit 3 Prozent im Umsatz nahezu stabilisiert. Wiederum hatte die Nachfrage nach hochwertigen Geräten einen starken Einfluss. Dies betrifft insbesondere Dolby Digital Receiver und Lautsprecherboxen. Der Handel tätigte wertmäßig 25 Prozent seiner Verkäufe von Dolby Digital Receivern - und sogar 35 Prozent bei Boxen - in der Preisklasse über 800 Euro. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2006 führte dies zu einem absoluten Wachstum im preislichen Top-Bereich von 12 beziehungsweise 5 Prozent. Auch im Segment der Home-Cinema-Komplettanlagen wurden wiederum beeindruckende 33 Prozent des Umsatzes oberhalb von 800 Euro erwirtschaftet.
 
Das Wachstum der MP3-Player hat sich verlangsamt, erreichte aber immer noch 22 Prozent in der Menge, was 2 Prozent im Wert entspricht. Reine Audio Player sind mittlerweile fast immer Flash-Memory-Produkte. Auch im Video-Player-Segment ist Flash Memory auf dem Vormarsch und kam im ersten Halbjahr bereits auf 40 Prozent Umsatzanteil. Für 2007 erwartet die GfK Verkäufe von ungefähr 40 Millionen MP3-Playern in Westeuropa. Zubehör wie Docking Stations und Micro-Kopfhörer, deren Umsatz um 20 Prozent stiegen, wird auch weiterhin vom MP3-Markt profitieren.
 
Auf diesem Gebiet greifen die Verbraucher weiterhin tief in die Tasche. So stieg der Umsatz im ersten Halbjahr um 26 Prozent. Dieser Anstieg ist den tragbaren Navigationsgeräten zu verdanken, die den Rückgang bei traditionellen Car-Audio-Geräten deutlich überkompensierten. Das Navigations-Segment, gestützt auf ein allgemein noch attraktiveres Preis-Ausstattungsverhältnis, erreichte ein Wertwachstum von 46 Prozent. Für das Gesamtjahr 2007 erwartet die GfK einen westeuropäischen Gesamtabsatz von ungefähr 14 Millionen Navigationsgeräten.
 
Resultat der allgemeinen Digitalisierung der Unterhaltungselektronik ist die gestiegene Nachfrage nach digitalen Speichermedien. Vor allem flashmemory-basierte Produkte profitieren von hohen Wachstumsraten. Während die mengenmäßigen Verkäufe von Speicherkarten in der ersten Hälfte des Jahres um 44 Prozent stiegen, verzeichneten USB-Sticks mit plus 89 Prozent nahezu eine Verdoppelung der Menge. Diese beiden Segmente repräsentieren mittlerweile 58 Prozent des Gesamtumsatzes mit Speichermedien, gefolgt von DVDs mit 20 Prozent und CDs mit 16 Prozent.
Quelle: GfK; www.gfk.com

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