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Ipsos-Umfrage: Der Arzt meines Vertrauens

Gibt es ihn noch, den "Arzt meines Vertrauens"? Es sieht so aus, denn drei Viertel (77 %) aller Deutschen haben zu ihrem Arzt "ein echtes Vertrauensverhältnis". Dabei spielt auch das Alter der Patienten eine Rolle: Ist es bei den unter 34-Jährigen nur jeder zweite, sind es bei den 35-bis 54-Jährigen schon sechs von zehn und bei den über 54-Jährigen sogar sieben von zehn Patienten, die Ihrem Arzt voll vertrauen. Wird die Schulbildung betrachtet, so zeigt sich, dass höher gebildete Patienten ihren Ärzten tendenziell weniger Vertrauen entgegenbringen. (Abitur/Universität 52 %, Real-/Fachschule 65 %, Volksschule 67 %).
 
Die Tradition, nach wie vor zuerst den Hausarzt (praktischen Arzt / Allgemeinmediziner) zu konsultieren, scheint dabei ungebrochen zu sein: 91 % der Bevölkerung ab 14 Jahren haben - unabhängig vom Geschlecht - einen Hausarzt. Diese Befragten geben zu deutlich größeren Anteilen an, ein Vertrauensverhältnis zu ihrem Arzt zu haben, als Befragte ohne festen Hausarzt (79 % gegenüber 50 %). Außerdem: ältere Menschen (93 % der über 55-Jährigen) haben eher einen festen Hausarzt als jüngere (88 % der unter 34-Jährigen). Und acht von zehn privat versicherten Personen haben einen Hausarzt.
 
Die Verbundenheit mit dem Hausarzt
 
82 % aller Befragten haben ihren Hausarzt in den letzten zwei Jahren nicht gewechselt. Vor allem ältere Patienten (87 %) bleiben ihrem Arzt treu - gegenüber 73 % bei den unter 34-Jährigen. Die Gründe der 18 %, die den Arzt dennoch wechselten, sind aufschlussreich:
  • Ein Drittel der Patienten, die ihren Arzt mindestens ein Mal in den letzten zwei Jahren gewechselt haben, taten dies vor allem wegen ihres Gefühls, nicht richtig behandelt worden zu sein. Besonders Männer waren mit der Diagnose ihres Arztes nicht zufrieden (42 %).

  • Mehr als ein Drittel der Befragten an auf Grund der Empfehlung von Freunden und Bekannten gewechselt zu haben - Voraussetzung jedoch auch hier dürfte eine latente Unzufriedenheit sein.

  • Auch Umzug und schlechte Erreichbarkeit spielen eine Rolle: jeder fünfte Befragte (19 %) gibt diesen Grund an, bei den bis 34-Jährigen ist der Anteil deutlich höher.

  • Lange Wartezeiten spielten immerhin für 12 Prozent der Wechsler eine Rolle. Es überrascht nicht, dass gerade bei den bis 54-Jährigen (26 %) dieser Grund sehr wichtig ist; sind es doch überwiegend die Erwerbstätigen.

  • Ebenso viele Befragte wechselten den Arzt, wegen der schlechten Erreichbarkeit der Praxis.

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    Die ausführlichen Ergebnisse können Sie direkt bei Ipsos nachlesen:
    Frage des Monats mit planung & analyse
    Quelle: Ipsos GmbH, Gudrun Witt; www.ipsos.de

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