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Ipsos-Umfrage: Lebenslanges Lernen? Weiterbildung wird vernachlässigt

"PISA" ist in Deutschland zu einem geflügelten Wort geworden und zwar für die Schiefe zwischen Anspruch und Wirklichkeit von Bildung in Deutschland. Doch auch im Bereich der Weiterbildung stehen die Dinge längst nicht zum Besten: nicht einmal jeder Zweite (45%) hat in den letzten fünf Jahren an Angeboten zur privaten oder beruflichen Weiterbildung teilgenommen - auch wenn 83% der Befragten der Meinung sind, dass lebenslanges Lernen heutzutage wichtiger denn je sei. Dies ist das Ergebnis der monatlichen Ipsos-Umfrage.
 
Trotz der geringen eigenen Weiterbildungsbereitschaft wird die Bedeutung der eigenen Weiterbildung fast durchwegs anerkannt: 84% der Befragten stimmen der Aussage zu, dass, wer beruflich weiterkommen will, sich regelmäßig weiterbilden müsse. Ein ebenso großer Anteil der Befragten hält lebenslanges Lernen heutzutage für wichtiger denn je - bei letzterem mehr Frauen als Männer (85% zu 80%) und Ältere (86%) gegenüber Jüngeren (75%). Fast ebenso groß ist die Einsicht, dass die Arbeitnehmer Eigeninitiative entwickeln müssen, um sich beruflich weiterzubilden: Mehr als drei Viertel (78%) der Befragten stimmen dieser Aussage zu. Umgekehrt sind lediglich 18% der Befragten der Meinung, dass für berufliche Weiterbildungsangebote ausschließlich der Arbeitgeber zuständig sei - wobei hier eher Ältere (22%) als Jüngere (14%), und Befragte mit Hauptschulabschluss (26%) denn Befragte mit mindestens Abitur als Abschluss (13%) der Aussage zustimmen.
 
In erster Linie werden EDV-Kurse (51%) belegt, jeder Dritte (33%) hat Seminare oder Weiterbildungsveranstaltungen in Rhetorik oder sozialer Kompetenz besucht, jeder Vierte hat sich in Sport/Fitness/Gesundheit (27%), Technik (26%), Sprachen (25%) oder Wirtschaft (24%) weitergebildet.
 
Die ausführlichen Ergebnisse können Sie direkt bei Ipsos nachlesen:
Frage des Monats mit planung & analyse
Quelle: Ipsos GmbH, Gudrun Witt; www.ipsos.de

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