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Ipsos-Umfrage: Luxuspläne 2007: Spitzenrestaurant, Wellness und Hi-Tech-Produkte

Kürzlich ermittelte Ipsos für die Financial Times Deutschland, dass 29 Prozent der Deutschen bereits mit vorgezogenen Anschaffungen auf die bevorstehende Mehrwertsteuererhöhung reagiert haben bzw. bis Ende Dezember noch reagieren werden. Wie sieht es nun mit den Ausgaben 2007 aus, speziell mit den Ausgaben für „besondere Dinge“?
 
In Kooperation mit planung & analyse ging Ipsos im Rahmen einer telefonischen Repräsentativbefragung unter 500 Deutschen der Frage „Welchen Luxus planen Sie für sich persönlich für das nächste Jahr“? nach.
 
Zwei Drittel der Deutschen (66%) planen im nächsten Jahr Ausgaben für Luxus – von Wellness bis zu Hi-Tech-Produkten - eine interessante Zielgruppe für die boomende Luxusartikelindustrie. Angeführt wird die Liste der geplanten Luxusausgaben von „Essengehen in einem Spitzenrestaurant“, fast jedem Dritten (31%) gelüstet danach. Jeder Vierte (26%) will sich mal richtig mit Wellness verwöhnen lassen. An dritter Stelle steht Hi-Tech: Hier plant jeder fünfte (22%) im kommenden Jahr „Hi-Tech-Produkte mit herausragenden Leistungen/Design“ zu kaufen. Diese Geräte stehen besonders bei der stark umworbenen jüngeren Zielgruppe hoch im Kurs. Bei den unter 35-Jährigen führen sie mit 38 Prozent sogar die Liste der geplanten Luxuskäufe an. Auf Platz 2 folgt bei dieser Altersgruppe gleichauf mit Wellness der Plan, sich luxuriöse Kleidung/exklusive Marken zu gönnen (24%). Ebenso viele, wie sich ein Spitzenrestaurant leisten wollen (22%), planen die Anschaffung von Luxus-Accessoires wie Schmuck oder Uhren. Befragte ab 55 Jahren wird man dagegen im nächsten Jahr überdurchschnittlich in Spitzenrestaurants (37%) und Luxushotels (18%) finden – so zumindest die Pläne.
 
Rollenstereotype bei der Luxusplanung erleichtern die zielgruppenspezifische Kommunikation: Männer freuen sich auf hochwertige Hi-Tech-Produkte (31% gegenüber 13% Frauen), Frauen favorisieren luxuriöse Kosmetik (16% gegenüber 3% Männer), edle Schuhe und Handtaschen (16% gegenüber 6%). Immerhin 14 Prozent der Männer planen die Anschaffung luxuriöser Kleidung exklusiver Marken (17% Frauen).
 
Die begehrte Gruppe der Gutverdienenden (Haushaltsnettoeinkommen 2.500 €+) favorisiert für 2007 eindeutig das Spitzenrestaurant (34%), gefolgt von Hi-Tech-Produkten (31%) und zu jeweils 20 Prozent Wellness, Luxusreise und außergewöhnliche Dinge für Haus oder Wohnung. Am anderen Ende der Einkommensskala(unter 1.250 €) plant man für 2007 Wellness (23%), Spitzenrestaurant (15%) und den Kauf edler Schuhe und Accessoires (15%). 44 Prozent dieser Gruppe werden sich 2007 allerdings überhaupt keinen Luxus leisten. Im Osten der Republik wird im nächsten Jahr was Luxus angeht mehr gespart als im Westen. 37 Prozent der Befragten geben an, sich keinen Luxus leisten zu wollen, gegenüber 25 Prozent im Westen.
 
Die Trendforscher bei Ipsos befassen sich bereits seit einigen Jahren international mit dem Thema Luxus. Dabei wird deutlich, dass sich die Beweggründe für Luxuskäufe heute erheblich von denen in den 80er und 90er Jahren unterscheiden. Damals lag das Hauptziel vor allem darin, einen speziellen Status auszudrücken oder zu erlangen. Mittlerweile hat sich jedoch ein Wandel vollzogen und Luxus ist nicht mehr ausschließlich auf seine Rolle als Statussymbol beschränkt. Wie ein Trendsetter erläutert, hat sich der Maßstab geändert: „Luxus ist kein bloßes zur Schau stellen, Luxus begründet sich selbst, Luxus macht glücklich.“ Der französische Soziologe Robert Ebguy sieht in diesem Phänomen ein zentrales Kennzeichen der aktuellen Gesellschaft: „La société de consolation“ - der Trostgesellschaft.
 
Interessant ist hierbei, dass heutzutage viele Konsumenten gerade im Luxus eine Art von „emotionalen Trost“ suchen und einen Ausweg aus der Krise sehen. Luxus heute steht weniger für demonstrativen Konsum als vielmehr für Hingabe, für geballten Genuss - etwas was wir uns selbst gönnen. Diese Entwicklung hat nach Aussagen der Trendforscher auch Folgen für die Beziehung zu Marken. Luxuskonsumenten zeichnet heute eine individuelle und emotionale Markenbindung aus. Dabei entfernen sie sich zunehmend von Marken, die lediglich mit Namen, Logos oder Statussymbolen Aufmerksamkeit erlangen. Stattdessen bevorzugen Konsumenten Marken, die ihre Emotionen ansprechen, d.h. ihre Gefühle und Sinne stimulieren und Trost in einer unsicheren Welt spenden.
 
Die ausführlichen Ergebnisse können Sie direkt bei Ipsos nachlesen:
Frage des Monats mit planung & analyse
Quelle: Ipsos GmbH, Gudrun Witt; www.ipsos.de

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