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Ipsos-Umfrage: Wer nicht lesen will, muss hören?

Der Gang zum Buchhändler zeigt, dass Hörbücher mittlerweile ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil im Buchmarkt sind. Kaum ein Geschäft, das nicht über eine eigene Abteilung für Hörbücher verfügt. Waren die Bücher zum Anhören zunächst eher als Lernmedium oder für Sehschwache gedacht, gibt es heute ein differenziertes Angebot an Hörbüchern der verschiedensten Kategorien.
 
Ipsos ermittelte im Rahmen einer repräsentativen Umfrage unter 500 Bundesbürgern ab 14 Jahren Nutzung, Akzeptanz, und Potenziale von Hörbüchern.
 
Doch wer hört Hörbücher und wie oft? Stellt das Hörbuch eine Konkurrenz zum Buch dar? Und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es zwischen Nutzern von Hörbüchern und „normalen“ Büchern?
 
Jeder dritte Befragte gibt an, überhaupt schon einmal in ein Hörbuch hineingehört zu haben. Bei den Jüngeren bis 34 Jahre liegt der Anteil mit 37 Prozent dabei etwas höher als bei den 35- bis 54-Jährigen (33%) und über 55-Jährigen (31%). Auffällig ist der höhere Bildungsgrad. 44 Prozent aller Hörer haben Abitur oder Hochschulabschluss und zählen damit ohnehin zu den „Vielnutzern“ von Büchern, Zeitschriften und Musik-CDs. Unter regelmäßigen Bücherlesern liegt der Anteil an Hörbuchnutzern mit 41 Prozent ebenfalls über dem Durchschnitt. Dagegen hatten 81 Prozent aller Hauptschulabsolventen noch keinen Kontakt zu Hörbüchern.
 
Weiterhin zeigt sich, dass das Hörbuch kein sehr konstant genutztes Medium ist. Nur jeder zehnte Nutzer gibt an, regelmäßig Hörbücher anzuhören. Der Anteil regelmäßiger Hörer ist bei Frauen mit 14 Prozent dabei höher als bei Männern (5%). In den unterschiedlichen Altersgruppen sind unter den regelmäßigen Hörern von Hörbüchern die 35-bis 54-Jährigen mit einem Anteil von 17 Prozent am stärksten zu finden. Fast jeder dritte aller Nutzer (31%) hört sich Hörbücher gelegentlich an, fast sechs von zehn Hörern (59%) greifen dagegen nur selten zum Hörbuch. Wie schon bei der Nutzung generell zeigt sich auch bei der Nutzungshäufigkeit, dass regelmäßige Bücherleser über dem Durchschnitt aller Hörer liegen: 14 Prozent derjenigen, die regelmäßig Bücher lesen, hören auch regelmäßig Hörbücher.
 
Und wie werden Hörbücher generell beurteilt?
 
Für knapp die Hälfte aller Befragten stellt das Hörbuch eine gute Alternative zum Buch dar (49% „stimme voll und ganz zu“/“stimme zu“), 43 Prozent sehen in ihnen auch eine gute Alternative zum Radioprogramm, Frauen dabei eher als Männer (46% vs. 39%). Vier von zehn Befragten glauben, dass Hörbücher für Leute sind, die keine Zeit zum Lesen haben. Zwar ist gut jeder zweite Befragte (55%), vor allem unter 35-Jährige (61%), der Meinung, dass Hörbücher dazu beitragen, dass immer weniger gelesen wird. Demgegenüber unterstützen aber fast drei Viertel (71%) der Deutschen die Aussagen, dass Hörbücher niemals das Lesevergnügen ersetzen können. Dies unterstreichen auch 69 Prozent der Hörbuchnutzer und natürlich 73 Prozent der regelmäßigen Bücherleser.
 
Die ausführlichen Ergebnisse können Sie direkt bei Ipsos nachlesen:
Frage des Monats mit planung & analyse
Quelle: Ipsos GmbH, Gudrun Witt; www.ipsos.de

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