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Kerneuropa - die Mehrheit ist dagegen

In der Diskussion über die Gestaltung des künftigen Europas taucht immer die Forderung nach einem Europa der zwei Geschwindigkeiten auf. Diejenigen Länder, die bereit und in der Lage sind, in wichtigen Bereichen der Politik ganz eng zusammenzuarbeiten, sollen sich zu einer Art Kerneuropa zusammenschließen. Diese Forderung ist nicht nur eine Reaktion auf das Scheitern der EU-Verfassung in Brüssel, auch die bevorstehende EU-Erweiterung hat solche Überlegungen hervorgerufen.
 
Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung steht der Idee eines Europas der zwei Geschwindigkeiten allerdings sehr ablehnend gegenüber. Schon die Vorstellung, daß Europa nach Brüssel in einer schweren Krise stecke, die in vielen Kommentaren zu hören war, halten die meisten für übertrieben. Nun den Versuch aufzugeben, daß alle EU-Länder politisch gemeinsam und in einheitlicher Geschwindigkeit voranschreiten, hält mehr als jeder zweite in der Bevölkerung für falsch. Ein Kerneuropa würde nur zur Bildung einer Zwei-Klassen-Gesellschaft innerhalb der EU führen, glauben 51 Prozent. Diejenigen, die der Auffassung sind, daß die große Zahl der Mitglieder in der EU eine gemeinsame europäische Politik mittlerweile unmöglich mache, sind mit 27 Prozent deutlich in der Minderheit. Daß Europa in Zukunft nur handlungsfähig bleibt, wenn einige Staaten, die in wichtigen politischen Bereichen eng zusammenarbeiten wollen, ein Kerneuropa bilden, glauben in Deutschland am ehesten die Selbständigen und Freiberufler (42 Prozent) und allenfalls noch die Leitenden in Wirtschaft und Verwaltung (34 Prozent).
Quelle: Institut für Demoskopie Allensbach; www.ifd-allensbach.de

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