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Kfz-Versicherung: Jeder zweite Abschluss ein Wechsel

Jeder zweite Versicherungskunde (53%), der in den letzten fünf Jahren einen neuen Kfz-Versicherungsvertrag abgeschlossen hat, hat sich dabei für einen Anbieterwechsel entschieden. Damit erweist sich die Kfz-Versicherung als mit Abstand „wechselanfälligste“ Versicherungssparte, gefolgt von der Wohngebäudeversicherung mit einem Wechsler-Anteil von 35 Prozent vor Privater Haftpflicht (26%), Privater Unfall (25%) und Hausratversicherung (19%).
 
Als besonders wechselfreudige Versicherungskundentypen erweisen sich „Preisorientierte Rationalisten“, „Skeptisch-Gleichgültige“ und „Distinguiert-Unabhängige“. Deutlich wechselresistenter sind hingegen „Treue Vertreterkunden“ und „Überforderte Unterstützungssucher“. Insgesamt basiert ein Viertel (25%) des Privatkundengeschäfts der Assekuranz der letzten fünf Jahre auf Wechselfällen. Dies zeigt der aktuelle "Kundenmonitor Assekuranz 2007" des Marktforschungs- und Beratungsinstituts psychonomics AG.
 
Versicherungsabschluss bedarf immer häufiger Anstoß von außen
 
Was aber sind die entscheidenden Einflussfaktoren beim Neuabschluss oder Wechsel von Versicherungen? Fest steht: Nur noch ein Fünftel der privaten Versicherungsentscheider in Deutschland (21%) erkennen ihren Versicherungsbedarf und die Notwendigkeit zum Abschluss von Versicherungen „von selbst“; 2003 lag dieser Wert noch bei einem Drittel (33%). „Der zunehmend unübersichtliche Versicherungsmarkt überfordert immer mehr Kunden. Diese stehen der Informations- und Produktvielfalt hilflos gegenüber und benötigen verstärkt den Anstoß von außen, um notwendige Vorsorgemaßnahmen zu treffen“, kommentiert Studienleiter Christoph Müller von der psychonomics AG.
 
Vermittler und soziales Umfeld entscheidend - Werbung und Internet werden wichtiger
 
Wichtigste Anstoßgeber für die Entscheidung, eine Versicherung abzuschließen sind nach wie vor die Versicherungsvertreter und Makler (41%; 2003: 36%) sowie - insbesondere unter jüngeren Versicherten – Verwandte und Bekannte (30%; 2003: 25%). Aber auch Werbeanzeigen und Werbespots (16%; 2003: 6%) sowie Medienberichte (13%; 2003: 9%) spielen eine zunehmende Rolle. Haben die Kunden sich grundsätzlich für einen Versicherungsabschluss entschieden, stellen Versicherungsvermittler, Verwandte/Bekannte sowie Infobroschüren der Versicherer im weiteren Entscheidungsprozess die wichtigsten Informationsquellen dar.
 
Diejenigen Kunden, die ihre „Initialzündung“ zum Versicherungsabschluss nicht über einen Vermittler erhalten, nutzen diesen auch im weiteren Entscheidungsprozess deutlich seltener als Informationsquelle. Stattdessen informieren sie sich deutlich häufiger im Internet. Insgesamt wurde das Internet (allgemeine Informationsseiten und Websites einzelner Versicherer) in den letzten fünf Jahren bei 18 Prozent der Abschlüsse genutzt; 2003 waren dies erst neun Prozent. Das Internet fungiert vor allem als wichtige Informationsquelle, seltener aber auch als Anstoßgeber.
 
Versicherungsvergleiche werden selten durchgeführt
 
Drei Viertel der Bundesbürger geben zwar an, gründlich über ihre Versicherungsentscheidungen nachzudenken, nur jeder zweite versucht aber tatsächlich, das beste Angebot herauszufinden. Der Entscheidungsaufwand, der bei Versicherungsabschlüssen betrieben wird, ist weiterhin recht gering: Viele Versicherte (43%) haben für ihre zuletzt abgeschlossene Versicherung im Vorfeld nur ein einziges oder gar kein Angebot eingeholt. Im Durchschnitt werden pro Vertragsabschluss und je nach Produktgruppe nur zwischen 1,8 und 2,2 Angebote berücksichtigt. Trotzdem sind 95 Prozent der Versicherten auch im nachhinein noch mit ihrem Abschluss zufrieden. Am Ende ihres Entscheidungsprozesses schließt über die Hälfte der Versicherten bei einem Versicherungsunternehmen ab, bei dem sie zuvor bereits Kunde waren. Der Rest landet bei einem neuen Versicherer. Letzteres ist besonders häufig bei Sachversicherungen und insbesondere im Kfz-Bereich der Fall.
Quelle: Psychonomics; www.psychonomics.de

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