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Konsumklima: Anschaffungsneigung steigt - wohl mehr Ratio als Lust

Es sieht so aus, als nähre der Glaube an den wirtschaftlichen Aufschwung die Bereitschaft der deutschen Verbraucher, die lange Zeit gehegte Kaufzurückhaltung aufzugeben. Die näher rückende Mehrwertsteuererhöhung - und bis zu einem gewissen Grad sicherlich auch die bevorstehende Fußballweltmeisterschaft - sind zusätzliche Auslöser dafür. Die Zahl derer, die beabsichtigen, in nächster Zeit größere Anschaffungen zu tätigen, steigt weiter. Nach einem Plus von 7,6 Punkten im März kletterte die Anschaffungsneigung im April um weitere 15,0 Punkte auf einen Wert von 34,5 Punkten. Das sind knapp 4 Punkte weniger als der seit der Wiedervereinigung höchste Wert im April 1999. Die persönliche Einkommensperspektive wird dagegen nicht gerade positiv bewertet. Nach einem ermutigenden Start ins Jahr 2006 befindet sich die Einkommenserwartung seit Februar in einem leichten Abwärtstrend und sank im April wiederum um 1,5 Punkte. Mit einem Wert von minus 0,5 Punkten liegt er in etwa auf Vorjahresniveau und damit wieder leicht unter dem langfristigen Durchschnitt von 0. Dies kann jedoch den Gesamtindikator Konsumklima nicht wesentlich schwächen. Nach revidiert 5,3 Punkten im April prognostiziert er für den Monat Mai einen Wert von 5,5 Punkten.
 
Obwohl sich der Arbeitsmarkt in diesem Frühling wegen der ungewöhnlich kalten Witterung sehr spät belebt hat und die Ölpreise weiter steigen, geht es mit der Verbraucherstimmung auch im April weiter nach oben. Insgesamt ist der Optimismus derzeit so ausgeprägt wie zuletzt zum Ende des Jahres 2001 vor der Einführung des Euro. Die Verbraucher befinden sich mit ihrem Optimismus derzeit in guter Gesellschaft. Die Unternehmer, deren Erwartungen im ifo-Geschäftsklima ermittelt werden, bleiben im April bei ihrer bereits im März geäußerten zuversichtlichen Bewertung der Konjunkturaussichten. Auch der ZEW-Index, der sich zuletzt etwas schwächer präsentierte, liegt nach wie vor deutlich über dem historischen Durchschnittswert. Sollte die Verbraucherstimmung über das Jahr hinweg auf diesem Niveau bleiben, ist damit zu rechnen, dass der private Verbrauch im Jahr 2006 um 0,5 Prozent wachsen wird.
Quelle: GfK; www.gfk.de

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