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Lifestyle Trend: Älter werden und dabei jünger aussehen

Für drei von fünf Verbrauchern gilt: „Heute 40 sein ist wie früher 30 sein.“ Jede vierte deutsche Frau zieht Schönheitsoperation in Erwägung. Die Einstellung zum Älterwerden, der Traum vom ewigen Jungsein schlägt sich weltweit in der Anti-Aging Bewegung nieder. ACNielsen untersuchte in einer neuen internationalen Studie einige Aspekte dieses Trends.
 
Das subjektive Altersgefühl verändert sich
 
Mit 60 fühlt man sich heutzutage noch nicht alt. Für mehr als die Hälfte der Konsumenten weltweit beginnen die mittleren Jahre heutzutage mit 60, in Deutschland sind immerhin 41 Prozent dieser Meinung. Weltweit stimmen drei von fünf Verbrauchern überdies der Aussage zu: „Heute zwischen 40 und 50 zu sein, ist wie früher zwischen 30 und 40 Jahren alt zu sein“. Auch in Deutschland schließen sich mehr als die Hälfte der Verbraucher dieser Meinung an. „Die Zeit zwischen 40 und 60 ist mittlerweile der Lebensabschnitt, in dem sich viele glücklicherweise sowohl persönlich als auch finanziell gesehen entspannt und zuversichtlich fühlen können“, so Michaela Hockenberger, Director Marketing bei ACNielsen Deutschland. „Das bedeutet allerdings nicht, dass man notwendigerweise auch aussehen will wie 40 plus.“
 
Schönheitsoperationen sind kein Tabuthema
 
Im Gegenteil: Wie die ACNielsen-Befragung zeigt, sind Schönheitsoperationen mittlerweile von vielen bereits akzeptiert und in vielen Ländern hat das Messer des plastischen Chirurgen geradezu magische Anziehungskraft. Am höchsten ist die Bereitschaft zu entsprechenden Eingriffen in Russland: Hier gaben 48 Prozent der Befragten an, eine Schönheitsoperation in Erwägung zu ziehen, um so den Alterungsprozess zu verzögern; in Irland teilen 31 Prozent diese Einstellung, in Italien und Portugal jeweils 28 Prozent und in den USA, Frankreich und Großbritannien je 25 Prozent. In Deutschland ist die Akzeptanz von Schönheitsoperation noch vergleichsweise gering. Insgesamt 16 Prozent der Befragten hierzulande können sich vorstellen sich einer Schönheitsoperation zu unterziehen, wenn sie älter sind. Spannend ist hier aber der Unterschied zwischen den Geschlechtern. Während nur zehn Prozent der deutschen Männer sich mit dem Gedanken an eine Schönheitsoperation anfreunden können, ist für jede vierte der befragten deutschen Frauen der Gang zum Chirurgen vorstellbar. „Ästhetische Chirurgie ist heutzutage sozial akzeptiert und finanziell machbar“, meint Hockenberger. „Wenn sich Schönheits-OPs tatsächlich als Anti-Aging-Lösung durchsetzen, könnte in zwanzig Jahren der Gang zum plastischen Chirurgen für viele Menschen genauso normal sein wie der Gang zum Friseur.“ Am wenigsten wahrscheinlich ist diese Entwicklung allerdings in Asien und in den nordischen Ländern, denn dort zeigen sich die Verbraucher bei diesem Thema noch recht zurückhaltend. Am größten ist die Ablehnung von Schönheits-OPs in Hongkong, wo 94 Prozent der Konsumenten einen solchen Eingriff nicht in Erwägung ziehen würden, gefolgt von Japan und Malaysia mit jeweils 91 Prozent.
 
Hintergrundinfo – Der Anti-Aging-Trend in der Kosmetikindustrie
 
Unser Streben nach Jugendlichkeit und Schönheit hat einen der derzeit lukrativsten Märkte weltweit entstehen lassen: die Anti-Aging-Industrie. ACNielsen geht davon aus, dass der Sektor Anti-Aging-Hautpflege aktuell 30 Prozent des gesamten internationalen Marktes für Hautpflegeprodukte ausmacht. In den USA fließen zwei Drittel aller Ausgaben für Hautpflege in Anti-Aging-Produkte. Im Prinzip hat sich der Anti-Aging-Sektor im Lauf der letzten fünf Jahre zunehmend vom Hautpflegemarkt emanzipiert und bildet mittlerweile eine eigene Branche mit breitem Angebotsspektrum für Menschen ab Mitte Zwanzig. Auch in Europa wird viel Geld für jugendliches Aussehen ausgegeben: In Frankreich beträgt der Anteil des Anti-Aging-Segments am Gesamtmarkt für Hautpflegeprodukte 58 Prozent, und auch in Großbritannien sind es bereits 50 Prozent. In Deutschland wurden im Jahr 2005 fast 280 Millionen Euro allein mit Anti-Aging-Produkten zur Gesichtspflege in Drogeriemärkten, Drogerien, Kaufwarenhäusern und dem Lebensmitteleinzelhandel umgesetzt. Damit hat das Anti-Aging Segment eine Umsatzbedeutung von 36 Prozent bei der Gesichtspflege. Die größten Zuwachsraten in der Anti-Aging-Kategorie sind momentan in Russland zu verzeichnen, was angesichts des russischen Enthusiasmus für plastische Chirurgie kaum überrascht.
 
Über die Studie
 
An der jüngsten Befragung im Juni 2006 nahmen 22.781 Internetnutzer aus folgenden 41 Ländern teil: Australien, Belgien, China, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Hongkong, Indien, Indonesien, Irland, Italien, Japan, Kanada, Korea, Lettland, Litauen, Malaysia, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Philippinen, Polen, Portugal, Russland, Schweden, Schweiz, Singapur, Südafrika, Spanien, Taiwan, Thailand, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, USA und Vietnam. In Deutschland wurden 1.000 Internetnutzer befragt.
 
Quelle: ACNielsen; www.acnielsen.de

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