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Mediennutzung in der Krise: Informationsbedarf wächst

Die Deutschen zeigen ein starkes Interesse an Informationen zur Finanz- und Wirtschaftskrise: Fast 60 Prozent holen sich über die Medien tägliche Updates.
 
Der Abschwung hat allerdings eine differenziertere Nutzung der Medien bewirkt. Natürlich ist Fernsehen noch immer das populärste Medium, um sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren. 41 Prozent sehen TV als ihre primäre Informationsquelle. Das Internet allerdings gewinnt in punkto Verlässlichkeit an Bedeutung. Ausschlaggebend dafür ist die Meinungsvielfalt des Web. In der Krise wurden parallel zur TV-Information alle Möglichkeiten des Internets wie Suche, Portale, Nachrichten-Seiten, Foren usw. genutzt, um sich ein ausgeglichenes Bild über die Krise verschaffen zu können.
 
Aufgrund der wirtschaftlich angespannten Situation stehen auch die Ausgaben für Medien bei den Befragten mit auf dem Prüfstand. Besonders die Ausgaben für Zeitschriften wurden bereits gekürzt: 43 Prozent der Befragten gaben an, diese Ausgaben reduziert oder ganz eingestellt zu haben. Bei den Tageszeitungen sieht es nur wenig besser aus - auch hier haben schon 36 Prozent der Befragten Ausgaben reduziert oder eingestellt. Kosten für den Internetzugang bzw. für das "klassische" Fernsehen stehen hingegen kaum auf dem Prüfstand.
 
Das Internet hat durch die anhaltende Wirtschaftskrise heute einen noch relevanteren Platz im Leben der Konsumenten eingenommen und sogar das Handy in seiner Bedeutung überholt. Die Studie zeigt, dass das Internet durch die Krise nicht mehr länger als rationales faktenbasiertes Informationsmedium gesehen wird, sondern der Konsument mittlerweile einen sehr engen emotionalen Bezug zum Internet hat. Diese Entwicklung bietet Marken verstärkt die Möglichkeit, das Internet neben der reinen fakten- und preisorientierten Kommunikation auch für die emotionale Kundenabsprache zu nutzen.
 
Das sind einige der Kernergebnisse der internationalen Studie "Changing Times", durchgeführt von Initiative. Diese internationale Untersuchung zur Auswirkung der Rezession auf das Konsumentenverhalten wurde mit Hilfe des Connection Panels durchgeführt. Befragt wurden weltweit über 3.200 Personen in den USA, China, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien und Deutschland.
Quelle: Initiative Media; www.initiative.com

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