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Medikamentenkauf per Internet: Verbraucher sind mehrheitlich dafür

Die Deutschen unterstützen mehrheitlich eine Freigabe des Arzneimittel-Handels durch Online-Apotheken und haben kein Problem damit, ihre Arzneien künftig auch im Internet zu kaufen. In erster Linie versprechen sie sich vom Einkauf per Mausklick mehr Convenience. Immer mehr Bürger neigen bei leichteren Beschwerden zur Selbstmedikation, die entsprechenden Informationen holen sie aber am liebsten bei Apothekern und Ärzten ein.
 
Mehrfachnennungen waren möglich bei der Frage nach den persönlichen Vorteilen des Internet-Kaufs. Hier dominierten klar die Convenience-Aspekte: fehlende Beschränkungen durch Öffnungszeiten (83 Prozent), Lieferung der Arzneien frei Haus (74 Prozent) sowie bessere Preise (68 Prozent). Natürlich bietet der Internet-Handel nicht nur Vorteile. Als nachteilig beurteilten die meisten Umfrageteilnehmer, dass in den Online-Apotheken keine Spezialrezepturen angefertigt werden könnten (52 Prozent) sowie die Tatsache, dass sie für die Lieferung des Kurierdienstes zu Hause bleiben müssten (50 Prozent). Immerhin 38 Prozent würden vor allem das direkte Beratungsgespräch mit dem Apotheker vermissen.
 
Gefragt nach den Argumenten für und gegen Online-Apotheken, führten die Verbraucher vor allem zwei "Pro´s„ und einen Contra-Punkt an. Mit 81 Prozent führte die Aussage, Online-Apotheken ermöglichen Preisvergleiche auch innerhalb Europas. Auf Platz zwei kamen mit 58 Prozent die durch den Internet-Handel möglichen Kosteneinsparungen bei den Krankenkassen. Platz 3 belegt das Contra-Argument der unzureichenden Beratungsqualität (56 %) der Online-Apotheken.
 
Unübersehbar ist der Trend bei vielen Verbrauchern, in bestimmten Fällen die Auswahl und den Kauf von Arzneien nicht auf Anraten des Arztes oder Apothekers sondern in Eigenregie vorzunehmen. 79 Prozent gaben an, innerhalb der letzten 12 Monate Medikamente ohne Verordnung eines Arztes oder Heilpraktikers gekauft zu haben. Besonders interessant ist die Frage nach den Gründen. Wie die Studie ergab, geht es hier in erster Linie um Geld: So greifen 79 Prozent der Befragten zu selbst gewählten Medikamenten, weil diese von den Krankenkassen ohnehin nicht bezahlt würden. Für 61 Prozent ist ausschlaggebend, dass der Preis der Medikamente in etwa der sonst erforderlichen Zuzahlung entspricht. Dagegen gaben 52 Prozent an, ihnen fehle die Zeit, zum Arzt zu gehen. Das Vertrauen in die eigenen diagnostischen Fähigkeiten spielt für immerhin noch 30 Prozent eine Rolle: Sie glauben, sie seien eher in der Lage, die passenden Medikamente für sich zu finden als der Arzt.
 
Natürlich sind auch diejenigen, die ihre Medikamente selbst auswählen, auf entsprechende Informationen angewiesen. Ansprechpartner sind hier den Umfrageergebnissen zufolge in erster Linie die Apotheker (47 Prozent) und Ärzte bzw. Heilpraktiker (40 Prozent), an dritter Stelle stehen Freunde und Bekannte (26 Prozent). Es folgen Fachbücher (25 Prozent) und Zeitschriften (24 Prozent). Lediglich ein Fünftel der Befragten verlässt sich bei der Informationsbeschaffung auf das Internet - als Beratungsmedium wird dem Netz folglich weit weniger vertraut, denn als Beschaffungs- und Vertriebsweg für die gewünschten Arzneien.
 
Quelle: Dialego AG Market Research Online; Theo.waber@dialego.de

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