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Misstrauen, Unzufriedenheit, Frustration: Warum immer weniger Bürger zur Wahl gehen

Von den 350 Millionen Europäer, die zur Wahl des Europäisches Parlament aufgerufen sind wird die Mehrheit nicht wählen gehen: Zu gering sind die Erwartungen an diese Wahl.
 
Die Annahme durch Wahlversprechen belogen zu werden ist für mehr als zwei Drittel der Bundesbürger (68%, Europadurchschnitt 60%) ein Grund dafür, warum immer mehr Bürger ihrem Wahlrecht nicht nachgehen. Vor allem die Landbevölkerung (75%), Familien (73%) und Ostdeutschen (72%) äußern sich hierbei skeptisch.
 
Die generelle Unzufriedenheit mit Politikern und Parteien(57%) findet in jedem Land der Europäischen Union eine mehrheitliche Zustimmung. Fast drei Viertel der Deutschen (73%) teilen diese Einstellung - die höchste Zustimmungsrate in ganz Europa.
 
Der dritte wesentliche Grund ist die Befürchtung der Europäer, durch Wahlen, nichts verbessern zu können (49%). Bei diesem Argument zeigt sich jedoch ein geteiltes Europa: Etwa zwei Drittel der Deutschen (63%), der Finnen und Polen (jeweils 68%) stimmen dieser resignierten Haltung zu. In den Ländern mit einer vergleichsweise hohen Wahlbeteilung - wie z. B. Spanien oder Italien - äußert dagegen nur etwa jeder Vierte diese Sorge (Spanien 23%, Italien 27%).
 
Für drei von fünf Deutschen (61%; europaweit 45%) sind Politiker keine moralischen Vorbilder mehr. Vor allem die deutschen Männer (63%) und Jungsenioren (65%) bemängeln die fehlende moralische Vorbildfunktion. Mehr als zwei von fünf Befragten (44%) glauben zudem, dass ihre Stimme keinen Einfluss hat, zeigen aber gleichzeitig auch ein geringes Interesse an Politik (Deutschland 37%, Europawert 40%).
 
In Deutschland sind es insbesondere die Jugendlichen (51%), aber auch die Studenten (49%), die politische Handlungen nicht beachten. Da wundert es wenig, dass etwa jeder zehnte Bundesbürger (9%) angibt, etwas Besseres zu tun zu haben, als wählen zu gehen. Europaweit sind es sogar 15 Prozent.
 
Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Stiftung für Zukunftsfragen. In zehn Staaten Europas (Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Polen, Spanien, Russland und Schweiz) wurden 12.000 Personen ab 14 Jahrendie danach gefragt, warum immer weniger Wahlberechtigte wählen gehen. Die repräsentative Face-to-face Befragung fand im März und April 2009 statt.
Quelle: Stiftung für Zukunftsfragen; www.stiftungfuerzukunftsfragen.de

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