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Mund-zu-Mundpropaganda: Große Wirkung beim Verbraucher

Mund-zu-Mund-Propaganda wird bei der täglichen Entscheidungsfindung immer wichtiger: Über 75 Prozent der Verbraucher vertrauen bei der Produktauswahl Empfehlungen von Freunden und Bekannten. Bisher hielt sich hartnäckig das Gerücht, dass nur kleine Gruppen wie Prominente oder Meinungsbildner mittels Mund-zu-Mund-Propaganda auf den Rest der Bevölkerung Einfluss nehmen können. Dementsprechend wurde auch marketingstrategisch agiert, beispielsweise durch V.I.P.-Events oder Previews. Tatsache ist jedoch, dass ein weitaus größerer Anteil der Bevölkerung als bisher angenommen aktiv bei Mund-zu-Mund-Propaganda mitmischt und somit andere beeinflusst. Die aktiven Verbreiter, "Transmitter" genannt, zeichnen sich dabei durch deutliche Verhaltensweisen aus. Sie gehören in "ihrer" jeweiligen Produktkategorie zu den starken Verwendern und sind dementsprechend gut informiert Sie haben ein hohes Markenbewusstsein, achten verstärkt auf Werbung, nutzen die vorhandenen Kommunikationskanäle wie auch das Internet überdurchschnittlich. Transmitter haben ihre eigene Meinung, sind anspruchsvolle Verbraucher und scheuen sich nicht, Empfehlungen auszusprechen, ob nun für oder gegen ein Produkt. Die Mehrzahl der Bevölkerung gehört in mindestens einer Kategorie zu den Transmittern, unterscheiden sich aber je nach Produktkategorie stark voneinander - auch in Bezug darauf, was ihr Mitteilungsbedürfnis anregt. Dieser Impuls kann von den Produkten kommen, aber auch von dem Werbeauftritt oder von der Marke selber.
 
Statt einzelne Empfehlungsmarketing-Maßnahmen wie virales Marketing innerhalb eines Kommunikationskonzeptes einzusetzen, sollte Mund-zu-Mund-Propaganda als grundlegende Philosophie in allen Bereichen der Marketing-Strategie eingebunden werden. Neben der Überprüfung laufender Forschungsprogramme darauf, ob diese auch die Transmitter im Visier haben, sollte sich in der Kommunikation verstärkt auf diese Personengruppe konzentriert werden. Eine Möglichkeit wäre, deren aktive Beteiligung in verschiedenen Kommunikationskanälen durch Promotions, Treuekampagnen, Mitglieder-werben-Mitglieder-Initiativen etc. zu fördern. Auch global gesehen ist Mund-zu-Mund-Propaganda ein bisher verkanntes Phänomen, Kommunikationsmaßnahmen weltweit sollten daher im Hinblick auf diese Möglichkeit überprüft werden.
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