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Obama in Deutschland: Ein menschliches Vorbild aber kein politisches role model

Es sind die menschlichen Werte und Haltungen der Person Barack Obama, von denen Inspiration und Faszination ausgehen, nicht primär seine politische Programmatik. Eine vergleichbare Zentrierung aller politischen Kräfte auf eine einzelne Person können und wollen sich die Deutschen für Ihr Land nicht vorstellen.
 
Die Magie des neuen US-Präsidenten liegt in der Verbindung von zwei scheinbar unvereinbaren Qualitäten: Performance und Verletzlichkeit. Es berührt die Menschen, dass Obama neben aller Entschlossenheit und Professionalität auch Schwächen nicht verschweigt und im Auftritt menschlich bleibt.
 
Die Obama-Mania hat sechs Dimensionen: Eupohrie, die er auslöst, Vision, die er hat, Leistung, die er erbringt, Verpflichtung, in der er sich versteht, Wagnis, das er eingeht und Besinnung, die er zeigt. Er wird dadurch zu einer Inspiration der persönlichen Lebensführung.
 
So sehr Obama als persönliches Vorbild gesehen wird, für den bundesdeutschen politischen Alltag können sich die Befragten eine derartige Zentrierung aller Kräfte auf eine Person nicht vorstellen. Vor der entschiedenen Ausrichtung aller Bestrebungen auf den Change schrecken sie letztlich zurück. Das bundesdeutsche Modell eines austarierten Kräfte- und Ränkespiels zwischen den parteipolitischen und föderalen Akteuren verspricht demgegenüber doch mehr Sicherheit.
 
Um die Kontinuität am Kabinettstisch zu wahren, werden auch schwere Geschütze mobilisiert: Viele Befragte betonen, dass sich die Deutschen aufgrund ihrer Geschichte schlichtweg schwer mit Charismatikern tun.
 
Das sind Ergebnisse einer Studie von A&B Framework in Kooperation mit der UMC Potsdam. Untersucht wurde das Phänomen Barack Obama aus Sicht der deutschen Bevölkerung. In 30 Erlebensprotokollen, 24 Tiefeninterviews und 2 Gruppendiskussionen wurden insgesamt 70 Deutsche in zweistündigen tiefenpsychologischen Explorationen dazu befragt, welches Bild sie sich von Obama und den Entwicklungen in Amerika machen. Die Untersuchung fand im Zeitraum Januar bis Mai 2009 statt.
Quelle: A&B Framework; www.a-b-framework.de

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