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Öko-Einkauf entlastet öffentliche Haushalte

Die Beschaffung umweltfreundlicher Waren und Dienstleistungen schützt Klima und Etat, doch Deutschland liegt im europäischen Vergleich zurück.
 
Deutsche Behörden berücksichtigen ökologische Aspekte bei der Beschaffung seltener als öffentliche Einrichtungen anderer europäischer Länder. Während der Anteil der umweltfreundlichen Güter am öffentlichen Beschaffungsvolumen im Vereinigten Königreich 74 Prozent erreicht, liegt der Vergleichswert für Deutschland nur bei 30 Prozent. Im Durchschnitt kommen die sieben analysierten EU-Staaten auf eine Quote von 45 Prozent.
 
Im Jahr 2006/2007 brachte der Einkauf umweltfreundlicher Waren und Leistungen ("Green Public Procurement") gegenüber einer rein konventionellen Beschaffung in den sieben analysierten EU-Staaten eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 25 Prozent. Mit einer Emissionsreduzierung um 47 Prozent fiel der Einspareffekt in den Niederlanden am deutlichsten aus, während die öffentliche Hand in Deutschland den CO2-Ausstoß durch umweltfreundliche Beschaffung nur um neun Prozent senken konnte.
 
Entgegen einer weit verbreiteten Ansicht ist der Einkauf ökologisch vorteilhafter Produkte für die öffentliche Hand nicht teurer, sondern im Gegenteil sogar günstiger als die Beschaffung konventioneller Waren und Dienstleistungen. Dem höheren Einkaufspreis für umweltfreundliche Güter stehen in der Regel niedrigere Betriebskosten gegenüber. Die erzielten Einsparungen beliefen sich im Durchschnitt der sieben Länder auf 1,2 Prozent, im Vereinigten Königreich sogar auf 5,7 Prozent. In Deutschland lag das realisierte Einsparvolumen bei gut 0,3 Prozent.
 
Weit über 90 Prozent der CO2-Emissionen öffentlicher Einrichtungen entfallen auf den Verbrauch von Strom und Heizenergie. Entsprechend hoch ist das Einsparpotenzial durch eine umweltgerechte Beschaffung. Strom aus erneuerbaren Energiequellen beispielsweise fließt noch längst nicht in jeder öffentlichen Einrichtung. In Deutschland hat nur jede vierte Behörde (26 Prozent) einen entsprechenden Liefervertrag abgeschlossen, während im Vereinigten Königreich immerhin zwei von drei Einrichtungen ihren Strom ganz oder zumindest teilweise von alternativen Anbietern beziehen. Führend sind Österreich (88 Prozent) und die Niederlande (80 Prozent).
 
Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie von PricewaterhouseCoopers. An der Studie beteiligten sich 1105 öffentliche Institutionen in Deutschland, Dänemark, Finnland, den Niederlanden, Österreich, Schweden und dem Vereinigten Königreich. Die Einrichtungen sollten für zehn ausgewählte Produktgruppen angeben, ob und in wie weit ökologische Kriterien bei der Beschaffung berücksichtigt wurden.
Quelle: PricewaterhouseCoopers; www.pwc.de

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