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Österreicher würden Merkel als deutsche Kanzlerin bevorzugen

Die Bundesrepublik Deutschland steht am 18. September vor einer politischen Entscheidung mit großer Tragweite, denn ein Paradigmenwechsel in der Zukunftssicherung zeichnet sich ab. Welches Interesse bringen eigentlich die Österreicher der Entwicklung im Nachbarland entgegen? Welche Aufmerksamkeit hat das kürzliche TV-Duell zwischen den deutschen Spitzenkandidaten Angela Merkel und Gerhard Schröder in der Bevölkerung erfahren ? Wie sehr wird also ein internes Geschehen in EU-Staaten von den angrenzenden Partnerländern wahrgenommen und wie groß ist demgemäß die Wahrscheinlichkeit, daß es politisch ansteckt, oder sogar einen Vorbildcharakter annimmt?
 
Generell zeichnet sich eine nicht gerade überwältigende, aber doch beachtliche Aufmerksamkeit der Österreicher für die Konfrontation der CDU-Chefin mit dem noch regierenden deutschen Bundeskanzler ab: Immerhin 26 Prozent der Erwachsenen haben das TV-Duell in Berlin zumindest teilweise gesehen. Darunter befanden sich sieben Prozent, die es nach eigener Angabe vom Anfang bis zum Ende verfolgten. Die Intensität der Aufmerksamkeit hing vor allem vom Geschlecht, dem Alter sowie dem Berufskreis der Betrachter ab. Als besonders interessierte Beobachter erwiesen sich Männer (zu insgesamt 30 Prozent), Personen über dem 50. Lebensjahr sowie Leitende Angestellte und Beamte (zu jeweils 34 Prozent), außerdem Selbständige und Freiberufler (zu insgesamt 29 Prozent). In vergleichsweise geringster Zahl saßen die Landwirte (zu lediglich 15 Prozent) vor dem Bildschirm, als Merkel und Schröder verbal die Klingen kreuzten. Eine im Verhältnis von 46:25 Prozent sehr deutliche Mehrheit der österreichischen Zuseher hatte das Gefühl, daß sich Gerhard Schröder in der Diskussion besser geschlagen hat als Angela Merkel. Es entsteht allerdings der Eindruck, daß die Österreicher dabei vor allem an ein geschickteres und routinierteres Auftreten des deutschen Kanzlers vor der Kamera dachten. Glaubwürdiger wirkten seine Aussagen jedoch nicht. In dieser Hinsicht gaben die österreichischen Betrachter - (wenngleich in einem ziemlich knappen Übergewicht von 37:34 Prozent) - eher der CDU/CSU-Kandidatin den Vorzug. Auch in puncto der Fähigkeit, für Arbeitsplätze zu sorgen, verwiesen die Österreicher (mit 28:17 Prozent der Stimmen) - in erster Linie auf die Spitzenpolitikerin der Unionsparteien. Dabei ist nicht zu übersehen, daß eine 55 Prozent starke Mehrheit die Lösung des Problems im Grunde keiner der beiden Persönlichkeiten zutraut.
 
Was die gefühlsmäßige Sympathie betrifft, kommt Schröder bei den Österreichern (mit 43:37 Prozent) um eine Spur besser an, als seine deutsche Kontrahentin. Dennoch tun sich die Befragten ziemlich schwer, wenn sie sich entscheiden müssen, wen sie lieber als Kanzler sehen würden: 40 Prozent entschieden sich für Angela Merkel, 38 Prozent für Gerhard Schröder.
Quelle: Imas International; www.imas.at

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