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Pocket und Tabloid: Sind die Kleinsten die Größten?

70 Prozent der Deutschen lesen mindestens gelegentlich einen oder mehrere Zeitschriftentitel. Ebenfalls knapp 70 Prozent nutzen täglich oder zumindest regelmäßig eine regionale oder überregionale Tageszeitung. Sowohl Zeitungen als auch Zeitschriften werden überwiegend zu Hause gelesen werden: Das sagen 93 Prozent der Zeitungsleser und 85 Prozent der Zeitschriftenleser. Zeitschriften werden aber häufiger als Zeitungen auch an anderen Orten gelesen und zwar durchschnittlich an 2,1 verschiedenen Orten, Zeitungen hingegen an nur durchschnittlich 1,4 Orten. Das Wartezimmer ist der Ort, an dem eine Zeitschrift am zweithäufigsten genutzt wird (42 Prozent). 25 Prozent nutzen den Friseurbesuch, um in einer Zeitschrift zu lesen. Der Urlaub bietet 18 Prozent die Möglichkeit, sich ausgiebiger mit einer Zeitschrift zu beschäftigen. Bei Freunden oder Verwandten zu Hause nutzen noch elf Prozent einen Titel; neun bzw. acht Prozent lesen am Arbeits- oder Ausbildungsplatz bzw. in der Bahn. In einem Café wird eine Zeitschrift von nur noch sieben Prozent gelesen.
 
Während Männer einen Zeitschriftentitel häufiger unterwegs, am Arbeitsplatz oder auch im Urlaub zur Hand nehmen, nutzen Frauen häufiger einen ausliegenden Titel - zum Beispiel im Wartezimmer eines Arztes, beim Friseur oder im Café. Naturgemäß spielt auch die Berufstätigkeit und die damit verbundene Aushäusigkeit eine wichtige Rolle bei der Nutzungsweise: Insgesamt lesen 37 Prozent der Berufstätigen eine Zeitschrift auch unterwegs, dagegen nur 19 Prozent der Nicht-Berufstätigen. Auch das Alter entscheidet mit über den Ort des Lesens: So greifen die jüngeren, unter 30-Jährigen deutlich häufiger unterwegs zur Lektüre. Ihr Nutzungsverhalten ist mithin variabler und mobiler als das der über 30-Jährigen.
 
Noch häufiger als eine Zeitschrift wird die Tageszeitung zu Hause gelesen (93 Prozent) und demgemäß seltener an anderen Orten. Zum Vergleich: Während eine Zeitschrift als Auslage (im Café, im Wartezimmer, beim Friseur) von ingesamt 53 Prozent gelesen wird, beträgt dieser Anteil bei Zeitungen nur 14 Prozent. Auch die Nutzung unterwegs (Bahnfahrt, Arbeitsplatz, Urlaub) ist bei Zeitschriften mit 30 Prozent höher als bei Zeitungen (20 Prozent). Für die Zeitungsnutzung bedeutet dies: Nur zwölf Prozent der deutschen Zeitungsleser nutzen ihr Blatt am Arbeits- oder Ausbildungsplatz, neun Prozent in einem Wartezimmer und nur sechs Prozent während eines Friseurbesuchs. Fünf Prozent lesen unterwegs in Bus oder Bahn, nur jeweils vier Prozent bei Freunden oder im Café.
 
"Praktisch" lautet das Argument, das sowohl für Zeitschriften als auch für Zeitungen im Kleinformat steht: "Es ist praktisch, denn die Zeitschrift/Zeitung kann überall mit hin genommen werden", sagen jeweils 31 Prozent. Im Vergleich der Geschlechter verwenden dieses Argument gerade bei Zeitschriften eher Frauen (35 Prozent) als Männer (27 Prozent). In bezug auf Zeitungen beurteilen hier Berufstätige das Tabloid-Format positiver (36 Prozent) als Nicht-Berufstätige (25 Prozent). Die bessere Handhabbarkeit ist ein Argument, das ebenfalls eher Frauen anführen. Dieses Merkmal wird wiederum eher als Vorteil für das Pocketformat bei Zeitschriften (29 Prozent) als für das Tabloidformat bei Zeitungen (21 Prozent) gesehen. Generell polarisiert die Handhabung stärker bei Zeitschriften als bei Zeitungen: 23 Prozent der Zeitschriftennutzer sehen explizit einen Nachteil in der schlechteren Handhabbarkeit, dagegen nur 13 Prozent der Zeitungsleser. Ein Nachteil, der von besonderer Bedeutung für die älteren Leser beider Formate ist. Ein Fünftel aller Befragten geben an, sie würden eine Zeitschrift bzw. eine Zeitung im kleineren Format der größeren Form vorziehen (Pocket: 21 Prozent, Tabloid: 20 Prozent).
 
Der Meinung, dass eine Pocketausgabe völlig genüge, "denn da steht das gleiche drin wie in einer Zeitschrift in größerem Format", sind insgesamt 19 Prozent, vor allem jüngere Befragte und berufstätige Personen. Ein etwas höherer Anteil (23 Prozent) meint, dass eine Zeitung in kleinerem Format genüge; dies sind eher Frauen, aber auch eher jüngere Leser. Hinsichtlich der möglichen Nachteile eines kleinformatigen Printtitels melden sich Männer häufiger zu Wort als Frauen. Dabei werden die beiden entscheidenden Nachteile des Kleinformats sowohl für Zeitschriften als auch für Zeitungen in der schlechteren Lesbarkeit sowie in der mangelnden Qualität von Abbildungen und Fotos angenommen: Dass sich das kleinere Format nachteilig auf die Lesbarkeit auswirkt, befürchten 39 Prozent der Zeitungsleser und 37 Prozent der Zeitschriftennutzer - bei beiden Formaten eher ältere Leser als jüngere. Die mangelnde Qualität der Abbildungen wird eher bei Zeitschriften (38 Prozent) als bei Zeitungen (34 Prozent) angenommen. Eine kleinformatige Ausgabe wird darüber hinaus als weniger wert(ig) empfunden: 27 Prozent der Zeitschriftenleser und 25 Prozent der Zeitungsleser sind der Meinung, die kleinformatige Ausgabe "müßte billiger sein als dieselbe Ausgabe in einem größeren Format". Im Gegenzug sind aber auch nur zehn Prozent (Zeitschrift) bzw. neun Prozent (Zeitung) der Meinung, dass ein kleineres Format zugleich bedeutet, dass man weniger für sein Geld bekomme. Als etwas preissensibler erweisen sich hier jüngere Leser sowie männliche Nutzer.
Quelle: TNS Emnid;www.tns-emnid.com

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