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Reichstag oder Hofbräuhaus: Berlin und München Kopf an Kopf

„Leben in München und feiern in Berlin“ – so lautet eines der zentralen Ergebnisse des aktuellen Anholt City Brands Index (CBI).
 
Bei der weltweiten Online-Untersuchung zum Image von Städten wurden in 20 Ländern 15.225 Menschen nach ihrer Meinung zu 60 Großstädten befragt. Zusammen mit GMI (Global Market Insite, Inc.) verglich Regierungsberater Simon Anholt die Städte dabei in den Kategorien Bekanntheit und Bedeutung, Lebensqualität, Potenzial, Lifestyle, Bevölkerung und Infrastruktur.
 
Die bayerische Landeshauptstadt und die Bundeshauptstadt lieferten sich in der Endabrechnung ein Kopf an Kopf-Rennen, das Berlin knapp für sich entscheiden konnte: Die Stadt an der Spree belegt Rang 17, die Stadt an der Isar Rang 21 – noch vor Städten wie Tokio, Las Vegas und Hong Kong. An der Spitze platzierten sich Sydney, London und Paris.
 
Insgesamt sei das Image von Berlin verbesserungswürdig, meint der Autor des CBI-Berichtes Simon Anholt. Die Tatsache, dass die Hauptstadt der Bundesrepublik nur knapp vor der bayerischen Landeshauptstadt liege, könne man nun entweder als Auszeichnung für München oder als Ohrfeige für Berlin verstehen. Bemerkenswert sei allerdings, dass europäische Hauptstädte wie London, Paris und Rom scheinbar in einer anderen Liga spielen als Berlin. Auch Barcelona, Genf, Amsterdam und Madrid liegen in der Endabrechnung noch vor den beiden deutschen Metropolen.
 
Zwar liegen die beiden Großstädte in der Schlussrechnung nah bei einander, wirft man jedoch einen Blick auf die einzelnen Kategorien, so offenbaren sich teilweise große Unterschiede. In der Rubrik „Bekanntheit und internationale Bedeutung“ schaffte es Berlin auf den sechsten Rang, hinter Rom und noch vor Tokio und Moskau. München wurde von den Befragten auf Platz 22 eingestuft. New York, London und Paris teilen sich hier das Siegerpodest. Auch was den Lifestyle betrifft, lassen die Preußen die Bayern hinter sich. Berlin errang hier Platz 17 und München Rang 24. Weltweiter Spitzenreiter ist in dieser Kategorie Paris vor Rom und London. New York landete auf Platz vier.
 
Weißbier statt Berliner Weiße mit Schuss
 
Vor Berlin platzierte sich München, was die allgemeine Lebensqualität betrifft. Die bayerische Metropole belegt in dieser Kategorie den 17. Platz. Berlin muss sich mit Rang 27 zufrieden geben. Auch wenn es darum geht, die Gastfreundschaft der Einwohner zu bewerten, lässt München (Platz 23) die Bundeshauptstadt (Platz 31) hinter sich. Die vorderen Plätze machen hier Kanada und Australien untereinander aus: Die Einwohner von Sydney, Toronto, Melbourne, Vancouver und Montréal gelten als die gastfreundlichsten Städter.
 
Die dritte Kategorie, in der die Bayern Berlin in die Schranken weisen, ist die Infrastruktur der Stadt. In München bekommen Krankenhäuser, Schulen, öffentlicher Personennahverkehr und das Angebot auf dem Wohnungsmarkt bessere Noten als in Berlin. Die Stadt an der Isar platziert sich hier auf Rang 11 und somit noch vor Genf, Oslo und San Francisco. Berlin landet hinter London und noch vor Dublin auf Platz 22.
 
Praktisch gleichauf liegen München und Berlin schließlich in der Kategorie „Potenzial“, in der die Befragten die wirtschaftlichen Voraussetzungen der Stadt, die Qualität als Bildungsstandort und den Arbeitsmarkt bewerten. München belegt in dieser Sparte den 23. Platz und Berlin hinter Tokio Rang 25. London, New York und Sydney stehen hier auf dem Siegerpodest, gefolgt von Boston und San Francisco.
 
Quelle: GMI; www.gmi-mr.com

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