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Sach-Argumente entscheiden das Wahlduell beim Zuschauer

Wer war der Sieger des TV-Duells zwischen Schröder und Stoiber? Was überzeugte den Zuschauer? Was wird eventuell sogar ausschlaggebend für dessen Wahlverhalten am 22. September? Diese Fragen stellen sich Experten, Journalisten, Wahlberater und Politstrategen in ganz Deutschland. Gemeinsam mit ca. 15 Millionen Zuschauern sahen sie am Sonntagabend bei RTL und SAT.1 das mit Spannung erwartete Duell zwischen Kanzler Schröder und seinem Herausforderer Stoiber. 75 Minuten lang tauschten die beiden Politiker in einer sehr reglementierten Form ihre Standpunkte aus, polemisierten kaum und argumentierten stattdessen sehr sachlich.
 
Aus der Sicht der Zuschauer waren in diesen 75 Minuten offensichtlich ausschließlich gute Argumente entscheidend. Sympathie, Rhetorik und Persönlichkeit kamen in der gesehenen Sendungsform dagegen nur wenig zur Geltung. Dies zeigte eine parallel zur Ausstrahlung durchgeführte Untersuchung an 100 Testpersonen.
 
Das zur Sendezeit in ein Hotel einbestellte Testpublikum aus Berlin wurde gebeten, in die Sendung "Wahlduell" live auf einer Großleinwand anzuschauen und mit Hilfe eines speziellen Eingabegerätes (Technik: House of research) kontinuierlich ihre Bewertung abzugeben (Reaktionsmessung). Die Teilnehmer wurden nach Soziodemographie und Wahlverhalten ausgewählt, um eine möglichst gute Übereinstimmung mit der Durchschnittswahlbevölkerung zu erzielen. In abschließenden Gesprächsrunden wurden die Reaktionen der Zuschauer diskutiert.
 
Eine solche minutiöse Messung von Zuschauerreaktionen auf einen Medien-Auftritt von Spitzenpolitikern wurde mit der result-Studie erstmalig durchgeführt. Über die übliche Messung von Einschaltquoten hinaus ist es hiermit möglich, Gründe für die Wirksamkeit von Politikern im Fernsehen detailliert aufzuzeigen.
 
Unspektakulär war in Folge auch das Fazit des Publikums nach der Sendung. Kanzler Schröder bot keine Sensationen und blieb eher an der Untergrenze seiner Medienkompetenz. Stoiber überzeugte mehr als gedacht, da er sicher und inhaltlich mehrheitsfähig auftrat.
 
Als knapper Sieger ging dennoch Schröder aus dem Duell hervor. Der Grund: Die wenigen eher emotionalen Momente des Gesprächs konnte er für sich entscheiden. Er zeigte glaubwürdig seine Verbundenheit zu den Opfern der Flut und gewann vor allem die weiblichen Testzuschauer mit dem von ihm vermittelten Frauenbild.
 
Quelle: result: gmbh; regine-hammeran@result.de

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