ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Editor's Pick


Schönste Zeit des Jahres wird nicht voll genutzt

Nur drei Viertel aller Deutschen nehmen in diesem Jahr ihren bezahlten Urlaub voll in Anspruch. Als Begründung für ihren Urlaubsverzicht nannten zwei Drittel der Deutschen zu hohe Kosten. Dementsprechend planen auch nur 16 Prozent der Deutschen - lange Zeit die Fernreisenation Nummer eins - ihre Ferien außerhalb Europas zu verbringen. Wenig überraschend zählt Deutschland im weltweiten Vergleich jedoch nach wie vor zu den urlaubsfreudigsten Nationen sowohl hinsichtlich des vertraglich festgelegten Urlaubanspruchs als auch in Bezug auf die tatsächlich genommenen freien Tage. Während weltweit nur 38 Prozent der Befragten jährlich über 20 oder mehr vergütete Urlaubstage verfügen, waren es in Deutschland mehr als 60 Prozent, dicht gefolgt von Spanien und Frankreich (59 Prozent). Am besten haben es in dieser Hinsicht Russland und Dänemark. Mehr als zwei Drittel der Russen und 63 Prozent der Dänen können jedes Jahr 20 oder mehr Tage bezahlten Urlaub nehmen. Arbeitnehmer in den USA müssen dagegen mit weitaus weniger Freizeit auskommen. Weniger als jeder Zehnte bekommt hier mehr als 20 bezahlte Urlaubstage pro Jahr.
 
Weltweit nehmen knapp zwei Drittel der Befragten ihren Erholungsurlaub vollständig in Anspruch. Den Spitzenplatz besetzen dabei mit über 87 Prozent die Dänen, gefolgt von den Briten mit rund 84 Prozent. Ganz anders in Japan: Weniger als jeder Fünfte nutzt seinen bezahlten Urlaub voll aus, und das, obwohl Japan zu den Nationen mit den wenigsten Urlaubstagen überhaupt zählt. Als Grund nannten mehr als zwei Drittel der Japaner die Angst vor einem nicht zu bewältigendem Arbeitspensum nach dem Urlaub. Jeder Fünfte von ihnen äußerte Bedenken, seinen Arbeitsplatz zu verlieren. Noch größer war die Angst vor einem Jobverlust mit 23 Prozent in Korea und sogar 30 Prozent in China. Weltweit waren wie auch in Deutschland zu hohe Urlaubskosten die Ursache Nummer eins für einen freiwilligen Urlaubsverzicht (55 Prozent). Gut jeder Vierte nannte familiäre Gründe. Die Angst vor einem Jobverlust spielte im internationalen Durchschnitt mit 10 Prozent eine weniger wichtige Rolle. Hohe Preise, familiäre Verpflichtungen, das große Arbeitspensum und mitunter sogar die Angst, den Job zu verlieren, scheinen bei einigen Arbeitnehmern also mit in die Ferien zu reisen. Dies kann ein Grund dafür sein, warum sich weltweit nur gut 60 Prozent der Befragten nach dem Urlaub deutlich produktiver fühlen. In Japan nehmen sich sogar nur 38 Prozent der Befragten nach dem Urlaub als produktiver wahr. Entspannungskünstler scheinen dagegen die Inder und Mexikaner zu sein; hier nannten mehr als drei von vier Befragten ihren Urlaub "deutlich produktivitätssteigernd". Deutschland bewegt sich mit 60 Prozent im Mittelfeld - obwohl sechs Prozent der Deutschen davon überzeugt sind, dass Urlaub ihre Produktivität in keiner Weise steigert.
Quelle: Grant Butler Coomber; www.gbc.co.uk

Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email