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Sparfreude getrübt

Spareinlagen sind bei Westeuropäern und Amerikanern eine beliebte Form des Sparens. Allerdings mit sinkender Tendenz.
 
Der Anteil der Menschen, die angeben, in keine der Sparformen zu investieren, steigt. Zu diesem Ergebnis kam die Studie "Investmentbarometer", welche die GfK Custom Research Worldwide im Auftrag von The Wall Street Journal Europe durchgeführt hat.
 
Das Anlageverhalten von Privatpersonen hat sich im Vergleich zur letzten Erhebung im Frühjahr dieses Jahres leicht verändert. Nach wie vor haben viele Personen ihr Geld in risikoarmen Anlageformen geparkt. Allerdings ging in Westeuropa der Anteil derer, die angeben, derzeit Geld in Spareinlagen angelegt zu haben, von 53 auf 47 Prozent zurück. Das ist der niedrigste Wert seit dem Jahr 2002. Insgesamt investieren 37 Prozent der westeuropäischen Sparer aktuell in Lebensversicherungen und Pensionskassen. Nur 19 Prozent von ihnen besitzen Aktien oder aktienbasierte Papiere. Auffällig ist, dass der Anteil derer, die angeben in keine der genannten Sparformen zu investieren, im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozentpunkte auf 41 Prozent in Westeuropa gestiegen ist. Das sparfreudigste Land ist wie die Jahre zuvor Schweden: Nur 8 Prozent der Befragten investieren in keine der aufgeführten Anlagemöglichkeiten.
 
Entgegen dem allgemeinen Trend in Westeuropa ist in Deutschland der Anteil der Nichtsparer zurückgegangen: Waren es vor einem Jahr noch 46 Prozent, die in keines der Sparangebote ihr Geld anlegten, so sind es heute nur noch 39 Prozent. Hingegen geben 45 Prozent an, Geld in Spareinlagen geparkt zu haben, vor zwölf Monaten waren es nur 38 Prozent.
 
Spar-Verhalten in den USA
 
In den USA ist dieser Trend gleichfalls zu erkennen. Waren es vor einem Jahr 38 Prozent, die angaben, nicht in diese Angebote zu investieren, so sind es in diesem Herbst 45 Prozent. Gleichzeitig gingen die aktienbasierten Fonds um 9 Prozentpunkte auf 15 Prozent zurück und die Spareinlagen verloren ebenfalls deutlich an Beliebtheit. Hatten vor zwölf Monaten ursprünglich vier von zehn amerikanischen Sparern Geld in dieser Sparform angelegt, so sind es heute nur noch rund drei von zehn. Lebensversicherungen und Rentenfonds sind so populär wie im Vorjahr. Die Hälfte der amerikanischen Sparer gibt an, in eine Lebens- oder Rentenversicherung einzuzahlen. Auch die Zahl der Aktienbesitzer ist mit 21 Prozent relativ konstant geblieben. Eine vergleichbare Anzahl privater Aktionäre existiert in Europa nur in Schweden, Belgien und Großbritannien.
 
Finanzielle Zukunft nicht überall rosig
 
Im Investment Barometer wurde auch gefragt, ob die betreffenden Perso-nen glauben, in den kommenden zwölf Monaten mehr oder weniger Geld sparen zu können. Hier zeigt sich in allen Länder zunächst ein zuversichtlicheres Bild als noch vor einem Jahr. Gaben in 2005 nur 24 Prozent an, dass sie voraussichtlich in den nächsten zwölf Monaten mehr sparen können, so sind es heute 31 Prozent. Allerdings zeigen sich hier zwischen den Regionen deutliche Unterschiede. Die Einschätzung der Westeuropäer hat sich im Jahresvergleich wenig verändert. Insgesamt glauben 19 Prozent, mehr sparen zu können, und 35 Prozent gehen von weniger aus. Besonders optimistisch zeigen sich die Engländer. Immerhin geht heute rund ein Drittel davon aus, künftig mehr sparen zu können als in den vergangenen zwölf Monaten. Ebenso optimistisch äußert sich ein Viertel der Belgier. Spanier und Deutsche hingegen sehen ihre Spar-Zukunft eher pessimistisch. Nur 14 Prozent der privaten Sparer in Spanien und 8 Prozent der Deutschen sind davon überzeugt, dass sie künftig mehr Geld zur Seite legen können. Ähnlich verhält es sich in Zentral- und Osteuropa. Auch hier glauben nur 9 Prozent der Befragten an eine verbesserte Sparsituation. Ganz und gar nicht rosig sehen die Ungarn ihre künftigen Sparmöglichkeiten: Knapp zwei Drittel gehen davon aus, in den kommende zwölf Monaten weniger sparen zu können. Nur 6 Prozent sind zuversichtlich und erwarten verbesserte Sparmöglichkeiten.
 
Unter allen betrachteten Nationen herrscht, ähnlich wie im vergangenen Jahr, der größte Optimismus bei den Amerikanern. Glaubte im letzten Jahr etwa jeder Dritte daran, im kommenden Jahr mehr auf die hohe Kante legen zu können, so ist es in diesem Jahr bereits jeder Zweite.
Quelle: GfK; www.gfk.com

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