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Thomas Mann und Bertolt Brecht - die Schriftsteller des 20. Jahrhunderts

Thomas Mann ist nach Ansicht der Deutschen der bedeutendste deutschsprachige Autor des 20. Jahrhunderts. 22 Prozent entscheiden sich, vor die Frage gestellt nach der Bedeutsamkeit eines literarischen Schaffens, für den Lübecker Schriftsteller, der im August vor 50 Jahren gestorben ist. An zweiter Stelle jener Autoren, die die Bevölkerung für besonders bedeutsam hält, steht Bertolt Brecht (15 Prozent) und an dritter Günter Grass (10 Prozent). Hermann Hesse und Heinrich Böll finden jeweils 7 Prozent für ganz besonders bedeutsam.
 
Aspekt der Bekanntheit
 
Unter dem Aspekt der Bekanntheit, also, dass man von einem Autorennamen zwar dies und das gehört, ihn aber nicht unbedingt gelesen hat, überragt Bertolt Brecht Thomas Mann, wenn auch nur um zwei Prozentpunkte. 91 Prozent haben schon einmal von Brecht gehört, von Mann 89 Prozent. Günter Grass und Heinrich Böll stehen auf der Bekanntheitsliste mit jeweils 83 Prozent an dritter Stelle, gefolgt von Hermann Hesse (78 Prozent) und Franz Kafka (77 Prozent). Von Elfriede Jelinek, die als jüngste deutschsprachige Autorin im letzten Herbst den Nobelpreis für Literatur zugesprochen bekam, hat nicht einmal jeder dritte erwachsene Deutsche (31 Prozent) bislang den Namen gehört.
 
Gelesen oder nur bekannt?
 
Dass Bekanntheit und tatsächlich Gelesenwerden nicht auf das Gleiche hinauslaufen, liegt auf der Hand. Deshalb ist es erfreulich, dass diejenigen Autoren, die in Deutschland besonders bekannt sind und z.T. als besonders bedeutend empfunden werden, auch zu denen gehören, die man liest. Mehr als jeder zweite aus der Bevölkerung hat schon mal etwas von Thomas Mann (53 Prozent) und Bertolt Brecht (52 Prozent) gelesen. Den hauchdünnen Vorsprung, den Thomas Mann unter dem Aspekt Lektüre vor Brecht hat, verdankt er allerdings älteren Lesern. Bei den jüngeren im Alter unter Dreißig steht Brecht eindeutig vor Mann. Von den Unter-30jährigen haben – wie insgesamt in der Bevölkerung - 52 Prozent etwas von Brecht gelesen, von Thomas Mann jedoch nur 40 Prozent der Jüngeren. Wahrscheinlich hat es etwas mit den Lektüreplänen und Vorlieben der Lehrer an den Schulen zu tun, dass alle Autoren außer Brecht und Max Frisch von jüngeren Leuten seltener gelesen werden als vom Durchschnitt der Bevölkerung. Frisch kennen 24 Prozent der Bevölkerung aus eigener Lektüre, von den Unter-30jährigen 25 Prozent.
Quelle: Institut für Demoskopie Allensbach, Dr. Edgar Piel

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