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Editor's Pick


Umfragen zum Flüchtlingsstrom

Das bewegende Thema dieser Tage ist der Strom von Flüchtlingen, die jeden Tag nach Deutschland kommen und auf Länder und Gemeinden verteilt werden müssen. Politiker wie Bürger machen sich Gedanken, wie das geht. Medien brauchen Zahlen und beauftragen Meinungsforscher.

Die FAZ hat beim Institut für Demoskopie Allensbach eine Umfrage in Auftrag gegeben. Danach bereitet 54 Prozent der Befragten die Entwicklung der Situation Sorge. Im September waren es 44 Prozent, im August 40 Prozent. 46 Prozent sehen darin langfristig vorwiegend Risiken und nur 18 Prozent eher Chancen. Ein Risiko ist unter anderem der Kontrollverlust des Staates und der Behörden. Bereits 57 Prozent sind überzeugt, dass die Regierenden die Situation nicht mehr im Griff haben.

Spiegel online hat die Oberbürgermeister der 30 größten deutschen Städte um ihre Einschätzung gebeten. Dabei halten sich nur drei für überfordert oder sprechen von einer Krise. Die Mehrheit hält es in dieser Umfrage mit der Kanzlerin und antwortete in der Tendenz: „Es geht. Wir bekommen es hin. Wir schaffen das!"

Auch Fokus Online hat eine Umfrage in Auftrag gegeben und zwar bei INSA-Meinungstrend. Danach sollen sich 48 Prozent der Deutschen gar für eine Grenzschließung ausgesprochen haben, um den Flüchtlingsstrom zu stoppen. Die Umfrage ergab außerdem, dass nur noch 28 Prozent der Deutschen hinter der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung stehen. 58 Prozent lehnen deren Flüchtlingspolitik ab, 14 Prozent machen dazu keine Angaben.

Die Forschungsgruppe gdp hat vor einigen Tagen herausgefunden, dass sich bereits ein Drittel der Deutschen persönlich engagiert hat. 87 Prozent haben damit positive Erfahrungen gemacht.

Der Stern hatte bereits im August die Frage nach der Akzeptanz der Flüchtlinge in Deutschland gestellt und Forsa mit einer Umfrage beauftragt. Im Sommer war Deutschland noch weit entfernt von einer „das-Boot-ist-voll“-Mentalität. Damals sah eine übergroße Mehrheit der Befragten Deutschland als Einwanderungsland und nur eine verschwindend geringe Minderheit hatte Verständnis für Angriffe auf Asylbewerberheime.

Im September hatte YouGov die Bürger befragt. 83 Prozent gaben an, dass Menschen, die vor Krieg oder Unterdrückung fliehen, grundsätzlich das Recht haben sollten, in anderen Ländern Zuflucht zu finden. Lediglich 8 Prozent würden ihnen dieses Recht absprechen. Allerdings glaubten nur 26 Prozent, das Deutschland aufgrund seiner Vergangenheit eine besondere Verantwortung gegenüber den heutigen Flüchtlingen hat. (hed)

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