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Umsatzsteigerung bei den Medien

Die 100 größten deutschen Medienunternehmen sind so stark gewachsen wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Bei einem Plus von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr beträgt der Umsatz 2006 knapp 61 Milliarden Euro. In den Jahren zuvor lag die Zuwachsrate nur bei 3 Prozent (2005) beziehungsweise 2 Prozent (2004). Diese Ergebnisse liefert das exklusiv von HORIZONT, Zeitung für Marketing, Werbung und Medien (Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main) erhobene Ranking "Die größten deutschen Medienunternehmen 2006".
 
Branchenprimus bleibt Bertelsmann mit einem Umsatz von gut 19 Milliarden Euro, dahinter folgen Axel Springer (2,4 Milliarden Euro), Holtzbrinck (2,2 Milliarden Euro) und Pro Sieben Sat 1 Media (2,1 Milliarden Euro). Inklusive der Bertelsmann-Töchter Gruner + Jahr und RTL weist das HORIZONT-Ranking 16 Umsatz-Milliardäre aus. Sie sind zugleich für zwei Drittel des Top-100-Umsatzes verantwortlich.
 
Das Branchenwachstum beruht auf einer breiten Basis, denn drei von vier Firmen melden ein Umsatzplus. 14 der 100 führenden Medienhäuser melden ein prozentual zweistelliges Plus, allen voran die Stuttgarter Konradin Mediengruppe (plus 26 Prozent). Einen Umsatzsprung von mehr als 20 Prozent schafften zudem die Kölner Ströer Gruppe, Spezialist für Außenwerbung, sowie EM.Sport Media (früher EM.TV). Unter den 20 stärksten Umsatzgewinnern finden sich neben Konradin sieben weitere Fachverlage.
 
Für die deutschen Medienhäuser gewinnen die Auslandsmärkte weiter an Bedeutung. Rund 20 Milliarden Euro - und damit jeder dritte Umsatz-Euro - stammen aus dem internationalen Geschäft, wo auch die Zuwächse zum Teil deutlich stärker als im Heimatmarkt sind. Unternehmen wie die Verlagsgruppe Passau (Auslandsanteil: 74 Prozent), Bertelsmann (69 Prozent), Springer Science+Business Media (60 Prozent) und Holtzbrinck (52 Prozent) erwirtschaften mehr als die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland.
 
Die anhaltende Kostendisziplin in den Medienhäusern ist ein Grund für kräftige Gewinne selbst bei moderatem oder stagnierendem Umsatzzuwachs. So wuchsen beispielsweise bei Pro Sieben Sat 1 Media die Erlöse nur um 6 Prozent, das Ebitda um 16 Prozent. Axel Springer erwirtschaftete sogar knapp 1 Prozent weniger Umsatz, steigerte aber gleichzeitig das Ebita um rund 11 Prozent auf Rekordhöhe. Beim Süddeutschen Verlag steht dem Umsatzplus von 0,8 Prozent ein um 40 Prozent gestiegener Gewinn gegenüber.
 
Die Digitalisierung hat neue Technologien, Wettbewerber und Geschäftsmodelle hervorgebracht - und das Innovationstempo für die klassischen Medienunternehmen deutlich verschärft. Folglich sehen Medienmanager laut der Horizont-Umfrage ihre wichtigsten Zukunftsaufgaben in der Entwicklung neuer Medienprodukte sowie im Auf- und Ausbau neuer Geschäftsfelder.
 
Das komplette Ranking "Die größten deutschen Medienunter-nehmen 2006" sowie eine ausführliche Analyse veröffentlicht HORIZONT in Ausgabe 30/07, ET: 26. Juli 2007. Auszüge können Nutzer ab Donnerstag auch unter www.horizont.net/medienhaeuser abrufen.
 
Quelle: HORIZONT; www.horizont.net

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