ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Editor's Pick


Versicherungen: Lohnt das KfZ-Geschäft?

Der Kfz-Versicherungsmarkt ist ein heiß umkämpfter Markt. Eine neue Preisrunde wurde erst Ende letzten Jahres eingeläutet und vor allem Direktversicherer versuchen mit hohem Werbedruck, Kunden zum Wechsel ihrer Versicherungsgesellschaft zu bewegen. Zudem gilt die Kfz-Sparte auch als "Einstiegssparte" und wichtiger Grundstein für spätere Cross-Selling-Geschäfte innerhalb langfristiger Kundenbeziehungen. Trotz derzeit schwierigem Marktumfeld gelingt es einigen Versicherern, sowohl zu wachsen als auch gleichzeitig profitabel zu sein. Insbesondere junge Direktversicherer investieren hingegen in starkes Stückzahlwachstum unter Inkaufnahme einer ungünstigen Combined Ratio (Maßzahl für Kosten- und Schadensatz in Relation zu verdienten Prämien). Und obwohl der Preis ein Erfolgstreiber für Wachstum ist, werden attraktive Kunden nicht allein durch attraktive Prämienhöhen gebunden. Solche Kunden, die bei Versicherern für günstige Combined Ratios sorgen, fordern unter anderem eine sehr gute Erreichbarkeit und eine hohe Fachkompetenz. Um attraktive Kunden langfristig zu binden und nicht zum Jahresende zu verlieren, bedarf es also mehr als rein preisorientierter Strategien.
 
Die Versicherer können für den Untersuchungszeitraum 1999 bis 2003 in vier Strategie- und Performance-Cluster eingeteilt werden:
"Erfolgreiche" Versicherer sind jene mit positivem Wachstum und einer Combined Ratio unter 100% - eine überschaubare Gruppe, die sich Anerkennung verdient hat. Beispiele im Untersuchungszeitraum 1999-2003 sind die DEVK und die Westfälische Provinzial.
"Investoren" sind jene Versicherer, die mit einem positiven Wachstum und einer Combined Ratio über 100% aufwarten - eine relativ große Gruppe, die in einigen Jahren um Ihren hohen Kfz-Versicherungsbestand beneidet werden könnte - heute noch zu Lasten der Kosten-/Ertragssituation. Insbesondere Direktversicherer aber auch die Volksfürsorge und die Hamburg-Mannheimer können hier genannt werden.
"Sanierer" sind jene Versicherer mit einem negativen Wachstum und einer Combined Ratio unter 100% - also solche Versicherer, die zum Beispiel durch Bestandsbereinigung zu Lasten Ihres Wachstums die Rentabilität im Griff haben oder noch weiter verbessern wollen.
"Nachzügler" sind schließlich jene Versicherer, die trotz negativen Wachstums eine ungünstige Combined Ratio über 100% verbuchen müssen. Für diese Versicherer besteht Handlungsbedarf, sofern der Kfz-Bereich langfristig zu den relevanten Geschäftsfeldern gehören soll.
Im Hinblick auf grundsätzliche Trends im Kundenverhalten im Kfz-Versicherungsmarkt ist die die insgesamt gestiegene Zufriedenheit der Kunden bei den "Erfolgreichen" zwischen 1999 und 2003 deutlich stärker angestiegen als bei den "Nachzüglern". Gleichzeitig sind die durchschnittlichen Ansprüche der Kunden an die Versicherer über die letzten 10 Jahre kontinuierlich gestiegen - bei gleichzeitig abnehmender Preisbereitschaft. Nicht zuletzt sind die Kfz-Kunden offener für den Wechsel von Gesellschaften und alternative Vertriebswege (Multi-Channel) geworden. Die Direktkanäle Telefon und Internet verzeichnen immerhin bereits11 Prozent der zuletzt getätigten Kfz-Abschlüsse. Die klassischen Vertriebswege Vertreter (zu Hause) und Geschäftsstelle bleiben jedoch konstant dominierend
Quelle: psychonomics AG; www.psychonomics.de und Comema AG; www.comema.de

Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email