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Was ist bei der Befragung von Kindern und Jugendlichen zu beachten?

Die Initiative Markt- und Sozialforschung erinnert an die Richtlinien bei der Befragungen von Minderjährigen: Generell gelten bei der Befragung von Kindern und Jugendlichen dieselben Grundsätze wie bei Erwachsenen.

So ist zum Beispiel vor dem Interview in jedem Fall auf die Freiwilligkeit der Teilnahme hinzuweisen und die Zustimmung zur anonymisierten Nutzung der Angaben einzuholen. Die Einwilligung in ein Interview darf jedoch nur bei Jugendlichen ab 14 Jahren von ihnen selbst entschieden werden. Da ausschlaggebend für die Entscheidung über Teilnahme oder Nichtteilnahme an einer Befragung die Einsichtsfähigkeit der Befragten ist, entscheiden bei Kindern und Jugendlichen bis zu 14 Jahren in aller Regel die gesetzlichen Vertreter, das heißt meistens die Eltern. Nur in Ausnahmefällen – bei offensichtlich hinreichend ausgeprägter Einsichtsfähigkeit – können 11- bis 13-Jährige bereits selbst entscheiden.

Grundsätzlich sollte kein Kind und kein Jugendlicher unter 14 Jahren ohne Anwesenheit eines Elternteils in der Wohnung interviewt werden. Der Wunsch von Eltern, beim Interview ihres Kindes unmittelbar dabei zu sein, hat grundsätzlich Vorrang vor methodischen Überlegungen. So kann es für ein Interview wichtig sein, von den Eltern unbeeinflusst die Meinung des Kindes zu erfragen. Können die methodischen Begründungen nicht überzeugen, dann darf das Interview nur mit Anwesenheit der Erziehungsberechtigten durchgeführt werden. Dass die Inhalte der Befragung der Zielgruppe angemessen sind, dafür haben die Markt- und Sozialforschungsinstitute Sorge zu tragen. Auch eine altersgerechte Aufbereitung der Fragen im Fragebogen ist Aufgabe der Forschungsinstitute.

Die Richtlinie für die Befragung von Minderjährigen ist auf der Webseite des ADM Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e.V. zu finden.
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