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Welches Land hat die besten Manieren?

Den eigenen Landsleuten trauen die Westeuropäer und die US-Amerikaner am häufigsten gute Manieren zu. Pünktlichkeit bei Verabredungen ist für vier von zehn Personen ein Muss. Für eben so viele Europäer verlangt es der Anstand, das Handy beim Restaurantbesuch abzuschalten. Rauchverbote von Gastgebern werden mehrheitlich akzeptiert, wenn im Freien geraucht werden darf.
 
Welches Land hat die besten Manieren? Hinterfragt wurde, welche Nation sich beispielsweise beim Essen, bei der Begrüßung oder an öffentlichen Plätzen an Anstandsregeln hält. Als Antwort wird von den Amerikanern und Westeuropäern, mit Ausnahme der Schweden und Spanier, am häufigsten das eigene Volk genannt. Anders in Zentral- und Osteuropa: Hier denken viele, dass die Briten und Franzosen besonders gute Umgangsformen zeigen. Belgier sind am häufigsten von ihren eigenen guten Umgangsformen überzeugt (39 Prozent), gefolgt von den Schweizern (38 Prozent) und Österreichern (34 Prozent).
 
Über alle Länder hinweg sind es die Briten, die Rang eins der Manierenliste anführen. 16 Prozent der Befragten glauben, dass die Bewohner des Vereinigten Königreichs die besten Umgangsformen besitzen. Den 2. Patz teilen sich mit jeweils 13 Prozent die Franzosen und die Deutschen. Japaner, die an dieser Umfrage nicht teilnahmen, schaffen es auf Platz 3 mit 12 Prozent. Schweden und Deutsche bestätigen den Japanern mit 34 Prozent beziehungsweise 23 Prozent sogar überdurchschnittlich häufig gutes Benehmen.
 
Auf die Frage, wo es um die guten Manieren am schlechtesten bestellt ist, wird die USA mit einem Gesamtdurchschnitt von 20 Prozent am häufigsten genannt. Besonders die Türken (42 Prozent), die Deutschen (23 Prozent), die Schweden (22 Prozent) und die Amerikaner selbst (26 Prozent) sind dieser Ansicht.
 
Pünktlichkeit ist fast überall eine Zier. Vier von zehn Befragten halten absolute Pünktlichkeit bei externen Verabredungen mit Freunden für wichtig. Ein gutes Viertel hält es sogar für angebracht, etwas früher einzutreffen. Damit sind zwei Drittel dafür, dass man pünktlich oder etwas früher erscheinen sollte. Weitere 15 Prozent sagen, dass eine Verspätung von fünf Minuten akzeptabel ist. Immerhin 11 Prozent halten das akademische Viertel für vertretbar und nur 3 Prozent würden Freunde eine halbe Stunde am Treffpunkt warten lassen. Allerdings zeigen sich zwischen den Nationen deutliche Unterschiede. Die deutsche Pünktlichkeit scheint - zumindest bei Verabredungen mit Freunden - ein Mythos zu sein: Nur 18 Prozent der Deutschen legen Wert auf absolute Pünktlichkeit.
 
Mehr als die Hälfte hält eine Verspätung von fünf bis 15 Minuten für akzeptabel - kein anderes Land zeigte sich hier so großzügig. Allerdings sind 15 Minuten für 98 Prozent der Deutschen auch die maximale Wartezeit. Länder, in denen mehr als 10 Prozent der Menschen der Ansicht sind, dass eine Verspätung von 30 Minuten und mehr akzeptabel ist, sind die Türkei und die Niederlande. Sehr viel Wert auf die Einhaltung der vereinbarten Zeit bei Treffen mit Freunden legen hingegen die Österreicher, Russen und Italiener: Mehr als acht von zehn Befragten geben in diesen Ländern an, dass man absolut pünktlich oder sogar etwas früher eintreffen sollte.
 
Was tun, wenn das Handy während eines Essens im Restaurant klingelt? Vier von zehn Europäern sind der Meinung, dass das Handy beim Essen ausgeschaltet sein sollte. Unter den über 50-jährigen Europäern und US-Amerikanern schließen sich sogar über die Hälfte dieser Ansicht an. Im Ländervergleich gehört das Abschalten von Handys vor allem in Dänemark (65 Prozent), Schweden (54 Prozent) und Deutschland (50 Prozent) zum guten Ton. Ein Viertel der Europäer hält es auch für angemessen, dass man den Anruf annimmt, jedoch außerhalb des Lokals das Gespräch fortsetzt. Rund ebenso viele halten es für ein höfliches Verhalten, den Anruf anzunehmen - allerdings nur für ein kurzes Gespräch. Besonders die Türken (53 Prozent), Griechen (50 Prozent) und Russen (50 Prozent) teilen diese Ansicht.
 
Mit 8 Prozent ist es nur ein kleiner Teil der Befragten, der es für höflich hält, ein Telefon im Restaurant klingeln zu lassen und den Anruf nicht zu beantworten. In einem Punkt herrscht Einigkeit: Fast alle Befragten halten es für unhöflich, dass man das Telefon abnimmt und am Tisch so lange spricht wie man möchte.
 
Auch das Rauchen will anlässlich einer Einladung zum Abendessen reglementiert sein. Über alle Länder hinweg halten mehr als zwei Drittel ein Rauchverbot in Räumen für akzeptabel, wenn im Freien, wie beispielsweise auf der Terrasse oder im Garten, geraucht werden darf. Diese Einstellung ist besonders in den Ländern Schweden, Belgien und in der Schweiz bei acht von zehn Befragten populär. Es gibt allerdings auch Länder, wo überdurchschnittlich viele Menschen gegen jegliches Rauchverbot sind: Dazu zählen in erster Linie Griechenland (56 Prozent), Bulgarien (45 Prozent) und die Türkei (39 Prozent). In den anderen Ländern teilen durchschnittlich 16 Prozent diese Ansicht. Ein generelles Rauchverbot seitens des Gastgebers im Innen- und Außenbereich empfinden 13 Prozent für eine angemessene Regelung.
 
Für die Studie "Manieren" wurden Bürger in 20 Ländern dazu befragt, welche Nation die besten Manieren hat und welche Einstellung sie zu den Themen "Pünktlichkeit", "Handynutzung" und "Rauchen" haben. Für die aktuelle Studie, die die GfK Custom Research Worldwide im Auftrag von The Wall Street Journal Europe und mit finanzieller Unterstützung des GfK-Nürnberg e.V. durchgeführt hat, wurden zwischen September und Oktober 2006 insgesamt 20.326 Personen über 15 Jahren in 20 Ländern befragt.
 
Quelle: GfK; www.gfk.com

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