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Marketing


Bildhafte Produktnamen regen die Kauflust an

Adidas Predator (Quelle: adidas) kommen an 

 Adidas Predator (Quelle: adidas) kommen an

Spektakuläre, aufregende Produktnamen helfen, Werbegelder zu sparen. Emotionale, bildhafte Namen regen die Kauflust junger Zielgruppen auch ohne flankierende Produktwerbung an. Das Ergebnis stellt den Trend zu sachlichen oder technischen Namen in Frage.
 
Die Testpersonen sollten angeben, welche Fußballschuhe sie kaufen würden, sofern wichtige Kriterien wie gute Passform und ansprechendes Design erfüllt wären. Sie wurden gebeten, aus der Liste ihre Namensfavoriten auszuwählen und ihre Auswahl zu begründen. Als besonders attraktiv, motivierend und hochwertig empfanden die Befragten bildhafte Namen, darunter insbesondere solche, die mit "Stärke", "Höchstleistungen" und "Überlegenheit" assoziiert wurden. Ein aggressiver Unterton im Namen wurde mehrheitlich als positiv empfunden. Existierende Namen ("Predator", "Libero", "King", "Mercurial Vapor", "Tiempo Mystic", "World Cup") und erfundene ("Xtreem", "Striker", "Team Player", "Dribblex") schnitten gleich gut ab. Existierende Namen ohne Fußballbezug oder ohne erkennbare Bedeutung ("Tektral", "Davicto", "Hyodoh" etc.) wurden dagegen als uninteressant eingestuft.
 
Anhand eines standardisierten Fragebogens waren von Nomen Deutschland rund hundert nach dem Zufallsprinzip rekrutierte fußballinteressierte Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 25 Jahren in Einzelinterviews befragt worden. Den Testpersonen wurden 30 Namen für Fußballschuhe vorgelegt. Davon werden 22 tatsächlich im Handel vermarktet, 8 Namen waren von Nomen frei erfunden. So wurde überprüft, ob die Produktnamen aufgrund ihrer sprachlichen Eigenheiten wirken oder ob die Wahrnehmung durch Werbung und andere Kommunikationsmaßnahmen gesteuert wird.
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