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Marketing


Chancen für kostenpflichtige Apps

© Apple Inc. 

 © Apple Inc.

Smartphones sind weiter sehr beliebt – und ebenso die entsprechenden Apps, am liebsten kostenlos. Die Nutzer sind gewohnt im Internet Informationen kostenlos zu nutzen, jedoch sind die Verlage bzw. Mediengesellschaften auf ertragbringende Geschäftsmodelle angewiesen. 
 
Wie sollten z.B. kostenpflichtige Nachrichten-Apps aufgebaut sein, um den Nutzer zum Kauf dieser zu bewegen? Erwartungsgemäß beeinflusst der Preis mit 44% das Kaufurteil der Interessenten, wohingegen die Werbefreiheit mit knapp 20% das zweitwichtigste Merkmal repräsentiert. Überraschenderweise prägen der Informationsgehalt der Nachrichten sowie deren Aktualität das Kaufurteil nur zu 10%. Das Vorhandensein von Multimedia determiniert die Kaufentscheidung sogar mit lediglich 4%.
 
Ein detaillierteres Bild bei den einzelnen Merkmalen liefert die Verteilung von 100 Nutzenpunkten durch die Nachfrager. So stiftet den Interessenten das Gratisangebot mit einem Wert von 73 einen hohen Nutzen. Schon bei einem monatlichen Abonnementpreis von 0,79 Euro verringert sich der Nutzenwert des Informationsportals auf einen Wert von 17. Die Werbefreiheit steht, wie nicht anders zu erwarten, mit einem Nutzwert in Höhe von 50 hoch im Kurs der Konsumenten. Bei einem Anstieg der Werbedichte z. B. durch Banner sinkt dieser Wert auf 20.
 
Ein klares Bild ergab sich auch bei der Aktualität der Nachrichten. Ob diese permanent, stündlich und nur einmal täglich auf den neusten Stand gebracht werden, stiftet den Wissbegierigen fast den identischen Nutzen.
 
Vergleicht man nun im Rahmen einer Marktsimulation auf der Basis der gewonnen Nutzenwerte einen Gratisanbieter mit einem Nachrichtendienst, der Nachrichten für 0,79 Euro offeriert, so würden sich 3 von 4 Personen für die kostenlose Bereitstellung entscheiden. Wäre der Gratisanbieter allerdings gezwungen Werbebanner zur Finanzierung des Nachrichtendienstes einzusetzen, so würden sich 61% für die kostenlose Variante, aber immerhin noch 39% für das App mit integrierten Werbebannern entscheiden.
 
Eine Finanzierung des Nachrichtendienstes ist als Geschäftsmodell für die Betreiber unausweichlich. Deshalb kann aus den Ergebnissen auf jeden Fall eine kostenlose App verbunden mit Werbebanner empfohlen werden. Eine aufwendige Gestaltung des Apps ist nicht erforderlich, da diese auf die Präferenzbildung der Nutzer keinen Einfluss haben.
 
Die Studie wurde vom Lehrstuhl für Marketing I an der Universität Mainz gemeinsam mit der Strategieberatung 2hm & Associates GmbH durchgeführt, dabei wurden 502 Personen online befragt.
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