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Marketing


Handelsmarken: Wichtiges Thema für Verbraucher

So denken Konsumenten in Deutschland über Handelsmarken (Quelle: Ipsos) 

 So denken Konsumenten in Deutschland über Handelsmarken (Quelle: Ipsos)

Für 43 Prozent der Konsumenten stellt das Angebot an Eigenmarken ein wichtiges Kriterium bei der Wahl der Einkaufsstätte dar. Nur für 15 Prozent der Konsumenten spielen sie keine Rolle für die Entscheidung, wo eingekauft wird. Dies ist das Ergebnis der Handelsmarkenstudie, die Ipsos in Kooperation mit der Lebensmittel Zeitung (wie p&a ein Titel der dfv Mediengruppe) durchgeführt hat.
 
Bei den Anforderungen an die Produkte müssen sich Eigenmarken mit Herstellermarken messen. 83 Prozent der Befragten stellen hier die gleichen Ansprüche wie an Marken der Industrie, und zwar unabhängig von ihrem Einkommen. Den Händlern gelingt es mit ihren Private Labels insgesamt ausgesprochen gut diese Erwartungen zu erfüllen, denn 85 Prozent der Befragten sehen diese Produkte bei einem Qualitätsvergleich gleichauf mit Markenprodukten, nur für 8 Prozent fallen sie qualitativ ab. Folglich finden 71 Prozent der Verbraucher es pfiffig, Handelsmarken zu kaufen, weil man  gute Qualität zu einem günstigen Preis bekommt.
 
Das Design der Produkte spielt im Kaufentscheidungsprozess eine eher nachrangige Rolle. Fast die Hälfte der Befragten gibt an, beim Kauf nicht darauf zu achten, ob ihnen das Produkt optisch gefällt. Und selbst ein schlichtes Design einer Handelsmarke hat kaum Auswirkungen auf die Beurteilung der Qualität des Produktes. Unabhängig davon, werden Handelsmarken jedoch nicht als unattraktiv empfunden, zwei Drittel der Befragten finden, sie können vom Aussehen her mit Herstellermarken mithalten.
 
Die Konsumenten bescheinigen den Private Labels eine durchaus unterschiedliche Qualität, je nach dem in wessen Regalen sie zu finden sind. Dabei führt  Edeka das Ranking an,  61 Prozent sehen hier eine hohe oder sehr hohe Qualität, gefolgt von Rewe mit 57 Prozent und Aldi Süd mit 54 Prozent. Abgeschlagen rangieren Penny und Norma auf den hinteren Plätzen, sie erreichen gerade einmal Werte von 28 beziehungsweise 23 Prozent.
 
Das beste Preis-Leistungsverhältnis wird Aldi und Lidl zugesprochen, wobei den Produkten von Aldi Süd eine bessere Qualität als denen des Nordens unterstellt wird, der jedoch wird wiederum mit Abstand als der preiswerteste Anbieter eingeschätzt wird. 82 Prozent empfinden die Preise der Handelsmarken dort als sehr günstig oder günstig, Aldi Süd erreicht 74 Prozent und Lidl 72 Prozent. Als eher teuer werden hingegen die Handelsmarken von Edeka, Rewe, Real und Globus eingeschätzt. Nur rund 20 Prozent der Befragten erachten die Private Labels dieser Anbieter als günstig. Während Edeka und Rewe aus Sicht der Verbraucher dementsprechende Qualität bieten, erhalten Real und Globus in der Umfrage mit 45 beziehungsweise 36 Prozent geringere Qualitätswerte.
 
Diese Ergebnisse stammen aus der „Handelsmarkenstudie 2015“, eine Kooperationsstudie von Ipsos und der Lebensmittel Zeitung. :Vom 4. bis 10. März 2015 wurden 1.000 haushaltführende Personen ab 18 Jahren aus dem Ipsos Access Panel befragt
Quelle: Ipsos

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